Niedergelassene Psychotherapeuten

Mit Approbation und der erworbenen Fachkunde in einem wissenschaftlich anerkannten Psychotherapieverfahren können sich Psychotherapeuten/innen frei niederlassen, eine Privatpraxis führen oder sich bei den Kassenärztlichen Vereinigungen um einen Kassensitz bewerben und ihre Leistungen mit den Krankenkassen abzurechnen.

Heute arbeiten ca. 55 %  alles Psychotherapeuten niedergelassen in einer eigenen Praxis, die meisten mit eigener Kassenzulassung. Seit 2007 ist es auch möglich, eine Praxis mit Kassenzulassung im Umfang eines halben Versorgungsauftrages zu führen. Auch darüber hinaus sind die Kooperationsmöglichkeiten vielfältiger geworden, Praxen schließen sich zu örtlichen oder überörtlichen Berufsausübungsgemeinschaften (Gemeinschaftspraxen), Medizinischen Versorgungszentren etc. zusammen.

Praxen ohne Kassenzulassung richten Ihr Angebot an Privatzahler/innen oder rechnen über private Krankenversicherungen ab. Die Anfragen nach Psychotherapieplätzen sind hoch, die Zahl der Kassenzulassungen ist durch die Bedarfsplanung limitiert, so dass nicht jede/r Psychotherapeut/in, der/die dazu berechtigt ist, einen Kassensitz erhalten kann. Viele Privatpraxen bieten deshalb auch Psychotherapie über Kostenerstattung an. Hierbei werden unter bestimmten Bedingungen die Kosten der Psychotherapie bei Privatbehandler/in von den gesetzlichen Krankenkassen bewilligt und erstattet. Weitere Informationen zur Kostenerstattung finden DPtV Mitglieder im Internen Bereich.

Die DPtV engagiert sich sehr für die Belange der Niedergelassenen in den Gremien der Kassenärztlichen Vereinigungen, den Psychotherapeutenkammern und in der Gesundheitspolitik. Aber auch ganz praktisch finden DPtV-Mitglieder im Internen Bereich hilfreiche Informationen, Tipps, Formulare u.a. zur Vereinfachung ihres Praxisalltags.