Aktuelles Projekt: Deprexis-Studie

Seit Anfang August 2016 hat die Beendigungsphase der Deprexis-Studie innerhalb des Projektes und Verbandes begonnen. Die Teilnehmer/innen (Psychotherapeuten) wurden gebeten, nach Einbindung Ihrer (letzten) Patientinnen und Patienten in die Deprexis-Studie, d.h. ab 5. August 2016, keine weiteren mehr für die Deprexis-Studie aufzunehmen.
Verbandsseitig beenden wir damit ab sofort die Suche nach weiteren Teilnehmer/innen zur Evaluation des Online-Programms als Hilfsmittel für Psychotherapie bei Depressionen.

Unter der wissenschaftlichen Leitung der Universitäten Bern, Prof. Dr. Thomas Berger, und Zürich, Prof. Dr. Dr. Andreas Maercker, führt die DPtV, gemeinsam mit den Entwicklern des Online-Hilfsmittels “Deprexis” (GAIA) diese umfassende Studie durch. Die wissenschaftliche Leitung wird in wenigen Wochen mit den Auswertungen erster Rohdaten beginnen.

Nach anfänglich großem Interesse innerhalb der Profession und im Verband haben sich etwa 30 Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten aus der Mitgliedschaft entschieden, an der gemeinsamen Studie verbindlich und v.a. über einen längeren Zeitraum mitzuwirken. Diese haben eine entsprechende Einführung und Schulung erhalten. Von den geschulten Therapeuten konnten knapp 100 Patientinnen und Patienten eingebunden werden. Die DPtV möchte sich an dieser Stelle besonders bei allen Studien-Teilnehmer/innen wie auch bei der o.g. wissenschaftlichen Leitung und beim Schulungsleiter Dr. Björn Meyer herzlich bedanken!

Festhalten lässt sich, dass damit zwar das ursprüngliche Rekrutierungsziel nicht erreicht werden konnte, da dafür mehr einsatzbereite Therapeutinnen und Therapeuten notwendig gewesen wären. Dies bedauern wir sehr, doch die Wissenschaftler/innen werden trotzdem gemäß des verabschiedeten Studienprotokolls vorab gestellte Fragen untersuchen, soweit dies auch mit der deutlich niedrigeren Stichprobenzahl möglich ist. Ausführliche Ergebnisse werden zum Ende des Jahres erwartet und veröffentlicht.

Für weitere Fragen zur Studie melden sich gern per E-Mail in der DPtV-Bundesgeschäftsstelle: bgst@dptv.de

Sie sind Psychotherapeut/in und würden Patienten mit unipolarer Depression im Rahmen einer Studie ein psychotherapieunterstützendes Online-Hilfsmittel zur Verfügung stellen?

Wir laden Sie ein, an unserer Deprexis-Studie durch Einbindung von 10 Patienten teilzunehmen. Gesucht werden approbierte Psychotherapeuten der DPtV bundesweit (verfahrensübergreifend). Deprexis ist ein computergestütztes, überwiegend auf verhaltenstherapeutischen Methoden basierendes Hilfsmittel für die psychotherapeutische Behandlung, das als zusätzliches Element bei der Behandlung der unipolaren Depression eingesetzt werden kann.

Weiteres zur Studie entnehmen Sie bitte dem Infoblatt.

Wer wird die Deprexis-Studie durchführen?

DPtV und die GAIA AG
Das Studienprotokoll wird von unabhängigen Wissenschaftlern erstellt. Die Studie wird von einer Ethikkommission begutachtet und über das Trial-Registry angemeldet.

Wie ist der Studienablauf und was ist das Ziel?

Die randomisiert-kontrollierte Studie (RCT) soll unter realistischen Praxisbedingungen klären, ob und in welchem Ausmaß die Patienten/innen sowie Psychotherapeuten von dem Hilfsmittel profitieren. Weitere explorative Fragestellungen werden gemeinsam von beiden Projektpartnern entwickelt und bestimmt. Da es sich um eine RCT-Studie handelt, nehmen nur 50% der Patienten an der Studie teil und nutzen das Online-Hilfsmittel. Die anderen 50% (=Kontrollgruppe) erhalten zunächst keinen Zugang zum Programm, werden jedoch gebeten, an den Online-Befragungen teilzunehmen. Nach Studienende erhält auch die Kontrollgruppe Zugang zu Deprexis. Gemeinsam wollen wir Neuland im Bereich E-Health betreten.

Wer kann mitmachen?

Niedergelassene approbierte Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (Voraussetzung: DPtV-Mitgliedschaft), Ausbildungsinstitute nach Absprache
Wo finden Studien-Schulungen statt?
Niedersachsen und Berlin sowie ggf. 1-2 Online-Schulungen

Welche Wissenschaftler begleiten die Studie?

  • Prof. Dr. Thomas Berger, Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie Universität Bern, Gesellschaftsstr. 29, 3012 Bern
  • Prof. Dr. Dr. Andreas Maercker, Ordinarius, Psychologisches Institut – Psychopathologie und Klinische Intervention, Universität Zürich, Binzmühlestr. 14/17, 8050 Zürich

DPtV in Kooperation mit der Universität Duisburg-Essen, Prof. Dr. Jürgen Wasem (Gesundheitsökonomie, Medizinmanagement)

Es handelt sich um eine schriftliche Befragung mit dem Ziel, die Versorgungsrealität in der ambulanten Psychotherapie in Deutschland zu beschreiben. Angeschrieben wurden alle regulären DPtV-Mitglieder. Antworten erhielten wir von n=2497 Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten bundesweit.Erhoben wurden u.a.:

  • die durchschnittliche Wartezeit auf einen Therapieplatz (regionale Unterschiede?)
  • die durchschnittliche Therapiedauer und die Anzahl der durchgeführten Behandlungsstunden je nach Fachkunde
  • mögliche Einflüsse von sozioökonomischen Unterschieden auf die Wartezeit
  • die Teilnahme der Therapeuten an neuen Versorgungsformen (Alters- /regionale Unterschiede?)
  • Vergleiche mit der Grundgesamtheit der Psychotherapeuten
  • Unterschiede im Aufnahmesystem je nach Fachkunde und Region
  • die Zahl der tatsächlich durchgeführten Behandlungsstunden (Unterschiede nach Alter, Geschlecht der Therapeuten etc.
  • der Anteil an Privatpatienten vs. GKV-Versicherten

Fragebogen

Die Auswertung der Studie ist abgeschlossen. Sämtliche Ergebnisse können Sie im Abschlussbericht nachlesen, außerdem können Sie die Pressemappe zur Pressekonferenz am 14.2.2011 ansehen, die eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse sowie die Statements vom Bundesvorsitzenden der DPtV Dieter Best und von Prof. Jürgen Wasem enthält. Ebenso finden Sie hier die Folien zur Präsentation der Ergebnisse auf der Pressekonferenz durch Prof. Jürgen Wasem und die Auswertung der freien Bemerkungen aus der Umfrage.

Abschlussbericht „Erhebung zur ambulanten psychotherapeutischen Versorgung 2010“

Pressemappe

Folienpräsentation zur Pressekonferenz

Auswertung der freien Mitteilungen der DPtV-Versorgungsumfrage

Albani, C., Blaser, G., Geyer, M., Schmutzer, G. & Brähler, E.

„Ambulante Psychotherapie in Deutschland aus Sicht der PatientInnen – Teil I Versorgungssituation“

„Ambulante Psychotherapie in Deutschland aus Sicht der PatientInnen – Teil II Wirksamkeit“

Es handelt sich um eine telefonische Befragung von 1212 ehemaligen Psychotherapiepatienten. Die Studie bezieht sich auf Grunddaten wie Alter, Geschlecht, Einkommen, Schulbildung der Patienten und auf die Wirksamkeit der Psychotherapie im Hinblick auf die psychische Krankheit.

Fragestellungen im Einzelnen:

  • Wer gab den Anstoß für die Psychotherapie)
  • Wie lange sind die Wartezeiten?
  • Wie oft fand eine begleitende medikamentöse Behandlung statt?
  • In wie vielen Fällen ging eine Psychotherapie voraus?
  • Wie stark chronifiziert sind die Krankheiten?
  • Dauer und Frequenz der ambulanten Psychotherapie
  • Besserungs- und Verschlechterungsraten der SymptomatikEinfluss der Psychotherapie auf weitere Lebensbereiche (z.B. Arbeitsfähigkeit, soziale Beziehungen)
  • Veränderung der Inanspruchnahme medizinischer Leistungen durch die Psychotherapie
  • Zufriedenheit mit dem Psychotherapeuten

Die Studie wurde der DPtV vorab zur Verfügung gestellt. Sie wird in der Zeitschrift „Psychotherapeut“ (Springer-Verlag) erscheinen.

Eine Pressererklärung und erste Ergebnisse der Studie veröffentlichte die DPtV am 30.09.2010.

Es wurde eine Pilotstudie zur Weiterentwicklung des Qualitätssicherungsinstrumentes EPA für den Bereich der Psychotherapie durchgeführt. Die Studie bestand aus mehreren Modulen: Patientenbefragung, Therapeutenbefragung (Selbstassessment) und Zuweiserbefragung. Es handelte sich um eine schriftliche Befragung.

Den Psychotherapiepatienten (n=214) wurden zusätzlich einige versorgungsrelevante Fragen gestellt, darunter zu folgenden Themen:

  • Zuweisungswege zur Psychotherapie
  • Wartezeit
  • Psychotherapeutische Vorbehandlungen
  • Begleitende medikamentöse Behandlung
  • Zufriedenheit mit der Kooperation des Psychotherapeuten mit dem Arzt bzgl. der Abstimmung über AU und über medikamentöse Behandlung
  • Komorbidität

Für die Befragung wurde der validierte Patientenfragebogen Europep eingesetzt, der auch den Kriterien der Freiburger Patientenkommission genügt.

Erste Ergebnisse zur Patientenzufriedenheit: S. Wilms, A. Klingenberg (2010). Kooperationsprojekt: Das Qualitätsmanagement-System EPA für psychotherapeutische Praxen. Psychotherapie Aktuell 3, S. 18-20.

Es handelt sich hierbei um ein umfangreiches Forschungsprojekt zur Evaluation der Diagnosekodierungen und des Gutachterverfahrens.

Teil 1 umfasst die Analyse der Diagnosekodierungen auf den Psychotherapieanträgen im Vergleich zu den Diagnosen im Bericht an den Gutachter und zu den Abrechnungsdiagnosen. Es wird angenommen, dass die „offiziellen“ Diagnosen, die der Krankenkasse mitgeteilt werden, schwächer sind als die „wahren“ Diagnosen. Im Hinblick auf den Morbiditätsbezug bei der Finanzierung der GKV-Leistungen ist diese Frage von großer Bedeutung.

In Teil 2 soll die Tauglichkeit des Gutachterverfahrens als Instrument der Qualitätssicherung untersucht werden. Es wird außerdem Aufschluss erwartet zur Frage der Qualität und inneren Konsistenz der Fallkonzeptualisierungen, wie sie sich im Bericht an den Gutachter darstellen . Weitere Ergebnisse werden erwartet u.a. zum Schweregrad und zur Chronizität, Komorbidität und zu Behandlungsverläufen bei psychischen Krankheiten.