Gesundheitspolitisches Programm der DPtV
29.01.10
Um die Gesundheitspolitik mitgestalten und die Psychotherapie im deutschen Gesundheitswesen stärken zu können, braucht ein Berufsverband von Psychotherapeuten Klarheit über seine Ziele und Positionen. So war eines der ersten Projekte nach der Fusion der beiden Vorgängerverbände der Deutschen PsychotherapeutenVereinigung die inhaltliche Debatte um die politischen und fachlichen Positionender deutschen Psychotherapeutenschaft.
Eineinhalb Jahre haben unsere Delegierten das Programm erarbeitet. Die Delegiertenversammlung hat am 20. November 2009 das Ihnen hier vorliegende gesundheitspolitische Programm der Deutschen PsychotherapeutenVereinigung verabschiedet.
Mit diesem Programm haben wir eine verbindliche inhaltliche Grundlage für unsere Ziele und Forderungen geschaffen. Viele strittige Punkte konnten wir in einem langen und fruchtbaren Diskussionsprozess klären, z.B. das Verhältnis des Verbandes zum Kollektivvertragssystem der Kassenärztlichen Vereinigungen und zu den neuen wettbewerblichen Möglichkeiten in Selektivverträgen. Wir definierten, welche sozialrechtlichen Befugnisse Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten brauchen, um ihre Kompetenzen bei der Behandlung ihrer Patienten optimal einsetzen zu können, z.B. durch die Möglichkeit der Einweisung von Patienten ins Krankenhaus.
Weil sich das Gesundheitswesen dynamisch wie kaum ein anderer Bereich der Gesellschaft weiterentwickelt, und weil Gesundheitsreformen alle paar Jahre grundlegende Änderungen bringen, ist die Diskussion unserer inhaltlichen Positionen kein abgeschlossener Prozess. In diesem Sinne soll unser Programm auch die weitere Diskussion anregen.
Für den Bundesvorstand
Dieter Best (Bundesvorsitzender)
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