Bundesvorsitzende im Amt bestätigt - Gesundheitspolitische Standpunkte verabschiedet

14.11.16

Pressemiteilung 12/2016

Berlin, 13. November 2016. Unter großer Beteiligung der Länderdelegierten wurde der Bundesvorstand der Deutschen Psychotherapeutenvereinigung (DPtV) turnusmäßig neu gewählt. Die Delegiertenversammlung sprach mit 98 Prozent der Stimmen der Bundesvorsitzenden Dipl.-Psych. Barbara Lubisch (Aachen) erneut das Vertrauen aus. Als stellvertretende Vorsitzende wurden im Amt bestätigt bzw. neu gewählt Gebhard Hentschel (Münster), Dr. Enno Maaß (Wittmund), Michael Ruh (Frankenberg), Sabine Schäfer (Weilheim/Teck), Kerstin Sude (Hamburg). Dieter Best, langjähriges Vorstandsmitglied, hatte nicht mehr kandidiert und wurde mit großem Dank verabschiedet.

"Mit diesem Ergebnis ist es uns möglich, unsere erfolgreiche berufspolitische Arbeit im Sinne unserer Kolleginnen und Kollegen fortzuführen", hob Barbara Lubisch direkt nach der Wahl hervor. "Wir haben große Herausforderungen vor uns. Mit diesem Vorstand sind wir zuversichtlich, besonders die Reform der Psychotherapeutenausbildung, die Weiterentwicklung der psychothera-peutischen Versorgung und die Kooperation mit anderen Fachgruppen erfolgreich angehen zu können".

Die Delegiertenversammlung bestätigte die vom Bundesvorstand vorgelegten 'Gesundheitspolitschen Standpunkte', die der Bundesvorstand mit Blick auf die kommende Bundestagswahl vorgelegt hat. Kernforderungen sind: Reform des Psychotherapeutengesetzes mit der  Ausbildungsreform, Umsetzung der Re-form der Bedarfsplanung, angemessene Vergütung der psychotherapeutischen Leistungen sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich, Sicherung von Qualität und Datenschutz bei E-Health Anwendungen, bessere Beding-ungen zur Versorgung psychisch kranker Flüchtlinge.

Die Delegierten befürworteten, dass Psychotherapeuten in gemeinsamer Verantwortung für gesellschaftliche Entwicklungen Positionen beziehen und psychotherapeutisches Wissen in den gesellschaftlichen Diskurs einbringen. "Die Diskussion der Folgen von Entwertung, Entsolidarisierung oder aggressiver Kommunikation und die Frage möglicher Maßnahmen ist uns ein Anliegen. Mit dem klaren Votum der Delegierten gehen wir gestärkt in den Dialog mit unseren Partnern in Politik und Gesundheitssystem. Unser Verband mit fast 12.000 Mitgliedern hat in den letzten zehn Jahren viel für den Berufsstand der Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten erreicht. Wir werden uns auch weiterhin hartnäckig für gute Versorgung der uns anvertrauten psychisch kranken Menschen sowie für vernünftige Arbeits- und Vergütungsbedingungen für unsere Kolleginnen und Kollegen einsetzen", betonte Lubisch.

 

Pressemitteilung (Pdf)

 

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