Berichtspflicht für genehmigte psychotherapeutische Leistungen

Wie schon im Bundesmitgliederrundbrief beschrieben, wurde die Berichtspflicht bei psychotherapeutischen Leistungen modifiziert. Für Ihre Berichte an den Hausarzt bedeutet dies:

  1. Der Bericht ist nur notwendig, wenn der Patient diesem zugestimmt hat. Die Stellungnahme des Patienten sollten Sie schriftlich festhalten und in Ihrer Patientenakte dokumentieren. Eine entsprechende Vorlage finden Sie im Mitgliederbereich der Homepage der Deutschen PsychotherapeutenVereinigung
  2. Der Bericht an den Hausarzt (oder den überweisenden Arzt) ist jeweils zu Beginn und zum Ende einer genehmigten psychotherapeutischen Behandlung erforderlich, wenn die Behandlung länger als 1 Jahr dauert, dann auch 1 Jahr nach Behandlungsbeginn (immer nur unter der Voraussetzung, dass der Patient dem Bericht zugestimmt hat). Eine Kopie des Berichtes sollten Sie in Ihrer Patientenakte dokumentieren.
  3. Da die Berichte an den Arzt nach dem neuen EBM in der Grundpauschale enthalten sind, erfolgt keine zusätzliche Vergütung für diesen Bericht. Sie können nur noch das Porto für die Versendung des Berichtes abrechnen. Die KV Hessen geht bei der Abrechnung davon aus, dass bei Fälligkeit ein Bericht erstellt worden ist, wenn die Grundpauschale abgerechnet wurde. Bei Patienten, die einen Bericht an den Arzt abgelehnt haben, können Sie weiterhin die Pseudoziffer 98999 auf dem Schein des jeweiligen Patienten eintragen.

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