Psychotherapeutenversorgungswerk

Seit unserem letzten Bericht ist auch hier einiges geschehen. Die Delegiertenversammlung hat einmal, der Verwaltungsrat mehrmals getagt. Wichtig vorab anzumerken ist, dass das Psychotherapeutenversorgungswerk durch die Finanzkrise bisher – im Gegensatz zu vielen anderen Versorgungswerken – keine Verluste erlitten hat. Dieses ist auf die konservative Anlagestrategie zurückzuführen – bisher führen wir überhaupt keine Aktien im Bestand – und auch der umsichtigen Anlageplanung. Der Jahresabschluss 2007, der das uneingeschränkte Testat des Wirtschaftsprüfers erhalten hatte, konnte dann auch von der Delegiertenversammlung problemlos angenommen werde. Auch insgesamt war die Anlage erfolgreich, der Rechnungszins von 3,5 % konnte mit den Erträgen wiederum überschritten werden. Auch für 2008 rechnet das Versorgungswerk mit einer höheren Verzinsung als von der Planung vorgegeben. Das Vermögen des Versorgungswerkes beläuft sich zum Stand Mitte Februar 2009 auf circa 40 Millionen €. In 2008 wurden etwa 10,6 Millionen € eingenommen.
Thema der Delegiertenversammlung war ebenfalls die Satzung. Die nun erreichte vollständige Unabhängigkeit von der Kammer Niedersachsen machte Anpassungen notwendig. Ein schwieriges Thema ist die Alterseintrittsgrenze. Gesetzliche Veränderungen (verursacht durch die Erhöhung der Altersgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung) sowie Erhöhung der allgemeinen Lebenserwartung treffen auch uns. Die Delegiertenversammlung hat das Renteneintrittsalter für Neumitglieder von 60 auf 62 Jahre erhöht. Es ist nicht sicher, ob weitere Anpassungen zusätzlich notwendig werden. Ein in Auftrag gegebenes versicherungsmathematisches Gutachten wird hier in der nächsten Zeit Klarheit verschaffen und eventuell weitere Anpassungen notwendig machen.
Ansonsten sind Verwaltungsrat und Verwaltung weiterhin mit der Professionalisierung beschäftigt. So wurde eine leistungsstarke Spezialsoftware für Versorgungswerke zur Verwaltung von Mitgliedern und Rentenanwartschaften und Auszahlungen angeschafft, der Verwaltungsrat strafft Abläufe und hat zum Beispiel Funktion und Besetzung des Leistungsausschusses verändert.