Bericht zum Versorgungswerk – aus der PVW-Delegiertenversammlung

Im letzten Mitgliederrundbrief hatten wir über die Wahl zur neuen Delegiertenversammlung des Psychotherapeutenversorgungswerkes im März diesen Jahres berichtet. Am 21. September 2012 fand die konstituierende Sitzung der Delegiertenversammlung mit Wahl des neuen Verwaltungsrates statt. Wir freuen uns, dass aus unserem Listenbündnis Hans Bauer für das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden des Verwaltungsrates bestätigt wurde und Frau Dr. Frank für den Vorsitz der Delegiertenversammlung neu gewählt wurde.
Zur Erinnerung: Mitglieder aus verschiedenen Verbänden und Gruppierungen hatten sich bei der Wahl im März zu der Liste: „Bündnis für ein effektives Versorgungswerk DPtV/DG VT“ zusammengeschlossen. Dabei waren Vertreter von QdM (Qualität durch Methodenvielfalt), der Vereinigungsliste, von der DGVT und Vertreter der DPtV Landesgruppe Hessen.
Weiterer Inhalt der Delegiertenversammlung war der Be­richt über das Geschäftsjahr 2012.

Mitgliederentwicklung
Erwartungsgemäß verlief die Mitgliederentwicklung weiterhin positiv. Zur Zeit hat das Versorgungswerk etwas über 5.329 Mitglieder.
Im Geschäftsjahr 2011 wurden insgesamt Beiträge von 15,7 Millionen € eingezahlt. Weiter wird die Möglichkeit Mehrzahlungen in das PVW zu leisten von den Mitgliedern vermehrt genutzt.

Verwaltung
Der Verwaltungskostenanteil liegt derzeit bei 3,71 %, ist im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen.

Vermögensentwicklung
Aufgrund der derzeitigen wirtschaftlichen Situation sank das Zinsniveau bis zum Jahresende kontinuierlich ab (zum Beispiel: deutsche Bundesanleihen am Jahresende: 1,40 %.) Der Verwaltungsrat beschloss daher Anfang 2011, die Anlagemöglichkeiten (bisher: festverzinsliche Rentenwerte, Schuldscheindarlehen, Termingelder etc.) um die Anlage in Investmentfonds zu erweitern. Die Neuanlagen wurden 2011 demzufolge in festverzinslichen Wertpapieren und Investmentfonds angelegt. Die Rendite lag mit 3,68 % bzw. 4,06 % auch 2011 trotz der schlechten wirtschaftlichen Situation über dem Rechnungszins von 3,5 %.
Über den Jahresabschluss konnte wegen der im Anschluss stattfindenden 10-jährigen Jubiläumsfeier nicht vollständig und umfassend berichtet werden, so dass zu einer weiteren DV am 07.12. eingeladen wurde. Wir werden über die noch ausstehenden Berichte und eventuelle Beschlüsse dann im nächsten Mitgliederrundbrief berichten.

Hans Bauer

 

Wahl zur Delegiertenversammlung des Psychotherapeutenversorgungswerkes

Wir hatten berichtet, dass im März diesen Jahres die Wahl zur neuen Delegiertenversammlung des Psychotherapeutenversorgungswerkes turnusgemäß stattfinden würde. Unserer Wahlaussendung konnten Sie entnehmen, dass es uns gelungen war, ein sehr breites Wahlbündnis zu bilden. Im Psychotherapeutenversorgungswerk wollen wir zukünftig mit der DGVT und Kolleginnen und Kollegen von den Kammerlisten QdM und Vereinigungsliste zusammenarbeiten. Wir kandidierten dann mit der Liste „Bündnis für ein effektives Versorgungswerk – DPtV/DG VT“. Das Er­geb­nis sprach für dieses Konzept. Wie Sie schon vom Wahlleiter informiert wurden, konnten wir von den 11 Sitzen, die für Hessen in der Delegiertenversammlung des PVW zu vergeben sind, sechs für unsere Wahlliste erreichen.
Wir bedanken uns herzlich für das Vertrauen derjenigen, die uns gewählt haben.
Die weiteren hessischen Sitze gingen an Tilo Silwedel und Hedwig Blume von IL und Christa Leiendecker, Wolfgang Schwerd und Susanne Walz-Pawlita von der Psychodynamischen Liste.

Die Ergebnisse im Einzelnen:

Nr.NameStimmenzahl
1Hans Bauer96
2Dr. Monika Frank76
3Michael Ruh54
4Dr. Claudia Stromberg46
5Robert Schmidtner22
6Ilka Heunemann17
Da Frau Stromberg die Wahl nicht angenommen hat,
rückte als sechster Delegierter nach:
7Manfred Burkart15

 

Die konstituierende Sitzung der Delegiertenversammlung mit Wahl des neuen Verwaltungsrates wird am 21. September stattfinden. Herr Bauer plant wiederum für den stellvertretenden Vorsitz des Verwaltungsrates zu kandidieren, Frau Dr. Frank wird für den Vorsitz der Delegiertenversammlung kandidieren.
Wie schon bisher, werden wir Sie regelmäßig in unseren Mitgliederrundbriefen über unsere Arbeit im Versorgungswerk informieren.

Hans Bauer

Schon wieder eine Wahl: Wahlen zur Delegiertenversammlung des Psychotherapeutischen Versorgungswerkes (PVW)

Im Februar 2012 steht die nächste Wahl an, diesmal wählen Sie die Delegierten für das Versorgungswerk. Wir möchten Ihnen gerne einige Informationen zur Delegiertenversammlung des Versorgungswerkes zur Verfügung stellen. Natürlich möchten wir auch für Ihre Teilnahme an der Wahl werben und uns als Liste vorstellen.

Wir stellen eine gemeinsame Wahlliste: 

Liste 3 „Bündnis für ein effektives Versorgungswerk – DPtV/DGVT“ 

Zu dieser Liste haben sich Mitglieder aus verschiedenen Verbänden und Gruppierungen zusammengeschlossen. Dabei sind Vertreter von QdM (Qualität durch Methodenvielfalt), der Vereinigungsliste, vom DGVT und natürlich auch Vertreter unserer Landesgruppe Hessen der DPtV.
Aus unserem Vorstand der Landesgruppe stellen sich zur Wahl: Hans Bauer, Ilka Heunemann, Sabine Wald und Michael Ruh. Wir würden uns freuen, wenn Sie unsere Liste mit Ihrer Stimme unterstützen.

Warum eine eigene Wahl zum Versorgungswerk?
Das Psychotherapeutenversorgungswerk wurde von der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen gegründet. Andere Kammern schlossen sich diesem Versorgungswerk an. Bis zur letzten Wahlperiode hatte das Versorgungswerk eine – wenn auch begrenzte – Eigenständigkeit gegenüber der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen. Über die­se eigenen Bereiche entschied die von Ihnen mitgewählte Delegiertenversammlung als oberstes Entscheidungsgremium. Im Laufe der letzten Wahlperiode wurde das PVW juristisch vollständig von der Kammer Niedersachsen getrennt, so dass der Delegiertenversammlung nun ein noch größeres Gewicht zukommt.

Die Aufgaben der Delegiertenversammlung
Als Aufgabe für die Delegiertenversammlung definiert die Satzung des Psychotherapeutenversorgungswerkes Folgendes:

Die Delegiertenversammlung

  1. nimmt die Berichte des vorsitzenden Mitglieds des Verwaltungsrats (§ 6), der Geschäftsführung und des Wirtschaftsprüfers entgegen,
  2. wählt den Verwaltungsrat (§ 8) sowie einen Widerspruchsausschuss oder mehrere Widerspruchsausschüsse gemäß § 9 auf fünf Jahre,
  3. nimmt den Lagebericht des Verwaltungsrats bzw. der Geschäftsführung entgegen und entscheidet über die Feststellung des Jahresabschlusses,
  4. entscheidet über die Entlastung oder Verweigerung der Entlastung des Verwaltungsrats,
  5. gibt sich mit absoluter Mehrheit der gewählten Mitglieder eine Entschädigungsordnung für die Tätigkeit in der Delegiertenversammlung. (Auszug aus der Satzung des Versorgungswerkes)

Damit ist die Delegiertenversammlung das verantwortliche Gremium für alle politischen und sachbezogenen Entscheidungen des PVW. Sie begleitet nicht die alltägliche Arbeit des Versorgungswerkes, ist aber für eine übergreifende Kontrolle und Weichenstellungen zuständig.
Eine der wichtigsten Aufgaben der Delegiertenversammlung besteht in der Wahl des Verwaltungsrates, der die laufenden Geschäfte des PVW führt und das Handeln der Verwaltung überwacht und gestaltet. Ihm obliegt die Umsetzung und Kontrolle der Beschlüsse der DV, die Bestellung der Geschäftsführung des PVW. Er entscheidet über wichtige satzungs-, vertrags- und vermögensrecht­liche Bestimmungen und erstellt Wirtschaftspläne und Jahresabschlüsse. Eine Eigenheit des Verwaltungsrates ist, dass ihm nicht nur aus der Delegiertenversammlung heraus gewählte Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten angehören, sondern auch drei externe Mitglieder. Bei diesen handelt es sich um zwei Banker, die für das Einbringen anlagetechnischer Expertisen zuständig sind sowie einen Juristen. An den Sitzungen des Verwaltungsrates nehmen üblicherweise auch die Vertreter der beiden aufsichtsführenden Ministerien teil.

Das Wahlverfahren
Bei der Wahl zur Delegiertenversammlung des Psycho­therapeutenversorgungswerkes handelt es sich um eine kombinierte Personen- und Listenwahl. Sie haben bei dieser Wahl eine Stimme, die Sie einer Kandidatin oder einem Kandidaten zukommen lassen. Nach der Wahl werden zunächst alle Stimmen die auf eine Liste entfallen zusammengezählt. Diese Zahl bestimmt wie viele Kandidaten pro Liste Mitglieder der Delegiertenversammlung werden (Listenwahl). Wer von der Liste ein Mandat erhält, wird dann durch die konkrete Stimmenzahl pro Kandidatin bzw. Kandidat bestimmt (Personenwahl).
Das bedeutet: Angenommen, unsere Liste bekommt durch die Anzahl aller unserer Wähler drei Sitze von den zu verteilenden Sitzen in der Delegiertenversammlung. Diese drei Sitze werden nun von den Kandidaten eingenommen, die die meisten Stimmen innerhalb unserer Liste auf sich vereinen können. Damit haben Sie mit Ihrer einen Stimme eine Listen-, dann aber auch eine Personenwahl. 

Zur ablaufenden Wahlperiode – Stand der Dinge im PVW
Zwei Themen beherrschten in der letzten Wahlperiode das Geschehen im PVW. Die zunehmende Professionalisierung und Konsolidierung der Abläufe und die Wirtschafts- und Bankenkrise der letzten Jahre.
Die Mitgliederzahlen des Psychotherapeutenversorgungswerkes entwickelte sich von etwa 1.500 Mitgliedern Ende 2005 auf über 5.000 Mitglieder heute. Entsprechend wuchsen die Anforderungen an die Verwaltung. Der Verwaltungsbeirat hatte logistische Entscheidungen zu treffen und MitarbeiterInnen einzustellen. Heute arbeiten in der Geschäftsstelle, inklusive der Geschäftsführerin, 7 Personen (teilweise in Teilzeit). Das Hauptaufgabengebiet ist die Mitgliederverwaltung. Die Anschaffung einer umfang­reichen neuen Software zu einem Preis von fast 250.000 € hat diese Arbeit auf einen professionellen Stand gehoben. Naturgemäß gibt es bei einem so jungen Versorgungswerk nur eine geringe Anzahl von Rentnern. Mit der angeschafften Software ist gesichert, dass auch bei der zu erwartenden Steigerung von Rentenempfängern die Aufgabe der Rentenberechnung und Organisation der Auszahlungen zuverlässig gewährleistet ist. Auch in der vergangenen Wahlperiode wurde eine Trennung von Mitgliederverwaltung und Vermögensverwaltung durchgeführt.
Das Versorgungswerk verwaltet zur Zeit Mitgliedergelder in Höhe von über 90 Millionen €. Die Einnahmen aus Beiträgen belaufen sich auf über 900.000 € monatlich, mit einer steigenden Tendenz. Diese Gelder bilden die Basis Ihrer zukünftigen Rentenzahlungen. Die Anlage erfolgt ausschließlich konservativ in Staatsanleihen und Firmenanleihen von Geldgebern mit sehr guter Bonität. In den letzten Jahren ist es gelungen, trotz der Turbulenzen an den Finanzmärkten Erträge zu erwirtschaften, die deutlich über dem Rechnungszins liegen. Verluste bei einzelnen Wertpapieren konnten immer über Gewinne bei anderen Papieren deutlich kompensiert werden.
Die Arbeit in der Delegiertenversammlung und im Verwaltungsrat des Versorgungswerkes erfordert eine sachbezogene und zukunftsorientierte Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Ländern und den verschiedenen politischen Gruppierungen. Aufgabe der Delegierten ist es, die Arbeit der Experten in der Verwaltung seriös und fachkundig zu begleiten. Hierdurch soll gewährleistet werden, dass weiterhin eine solide, zuverlässige Altersversorgung aufgebaut wird. Es sollten in der Delegiertenversammlung die beiden Berufsgruppen Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten vertreten sein, um zu gewährleisten, dass bei den Regelungen die jeweiligen spezifischen Belange angemessen berücksichtigt werden. In der Delegiertenversammlung und gegebenenfalls im Verwaltungsrat wollen wir uns dafür einsetzen, dass eine solide Geldanlagepolitik betrieben wird, durchaus renditeorientiert, aber ohne allzu große Risiken einzugehen. Eine verantwortungsvolle Zusammenarbeit mit der Psychotherapeutenkammer Hessen ist für uns dabei selbstverständlich. 

In diesem Sinne bewerben sich die Kandidatinnen und Kandidaten unserer Liste für die Wahl zur Delegiertenversammlung des PVW.
Wenn wir Sie überzeugt haben, freuen wir uns über Ihre Stimme für eine/einen der von uns unterstützten Kandidatinnen und Kandidaten.

Hans Bauer

Die folgenden Kandidatinnen und Kandidaten der Wahlliste 3

Bündnis für ein effektives Versorgungswerk – DPtV/DG VT 

sind Mitglieder des Vorstandes der Landesgruppe Hessen der DPtV:

Hans Bauer

57 Jahre alt, verheiratet, ein Sohn, niedergelassen in Wiesbaden in einer Praxisgemeinschaft. Seit vielen Jahren engagiere ich mich standespolitisch sowohl im Verband, als auch in Funktionen in der Kammer und der KV. Zuletzt für zehn Jahre als Vizepräsident der ­Psychotherapeutenkammer Hessen. Zur Zeit bin ich Mitglied der Delegiertenversammlung der Psychotherapeutenkammer Hessen, Vorsitzender des Finanzausschusses der Kammer und deren Vertreter im Finanzausschuss der Bundespsychotherapeutenkammer. Seit Beitritt der Psychotherapeutenkammer Hessen zum Psychotherapeutenversorgungswerk habe ich dort die Interessen der hessischen Mitglieder mit vertreten, in der letzten fünfjährigen Wahlperiode als stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates. Sowohl meine Frau als auch ich sind Mitglieder des Versorgungswerkes und die hieraus zu erwartende Rente ist ein wichtiger Teil unserer Altersversorgung. Deswegen bin ich schon aus persönlichem eigenem Interesse am guten Funktionieren unserer Altersversorgung interessiert.

Ilka Heunemann

36 Jahre alt, niedergelassen in Bad Schwalbach in eigener Praxis. Seit 2009 engagiere ich mich nach einer langjährigen Pause durch Beruf und Weiterbildung zum PP wieder in der Berufspolitik. Derzeit bin ich gewähltes Mitglied im Vorstand der DPtV Landesgruppe Hessen, der Delegiertenversammlung der Psychotherapeutenkammer Hessen und Mitglied im QS Ausschuss der Kammer. Als junge Kollegin bin ich natürlich interessiert, diesen wichtigen Teil unserer Altersversorgung nachhaltig gut und verantwortungsvoll auch für uns Jüngere zu gestalten.

Sabine Wald

Psychologin, Psychotherapeutin in Ausbildung zur KJP, tiefenpsychologisch orientiert, derzeit angestellt in einer kinder- und jugendpsychiatrischen Institutsambulanz, langjährige Tätigkeit in der Kinder- und Jugendhilfe u.a. Projektleitungen in niederschwelligen Beratungs- und Betreuungsformen, fachliche Koordination von Auslandsprojekten, Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen von spendenfinanzierten Projekten, ehemals Mitarbeitervertretung, seit 2009 PiA-Landessprecherin, 2011 kooptiert in den Landesvorstand der DPtV Hessen sowie seit 2011 Mitglied der Initiative „Junge Psychotherapeuten“ auf Bundesebene, Mitglied der Delegiertenversammlung der Psychotherapeutenkammer Hessen und den Ausschüssen Psychotherapie in Institutionen auf Landes- und Bundesebene.

Michael Ruh

* 1960, Zulassung für tiefenpsychologisch fundierte Einzel- und Gruppenpsychotherapie in Frankenberg (Eder), Nordhessen.
Mitglied im DPtV seit 1994. Berufspolitische Aufgaben und Funktionen: Stellvertretender Landesvorsitzender und Leiter der Geschäftsstelle der Deutschen PsychotherapeutenVereinigung Hessen, Vorsitzender der Bundes-Delegiertenversammlung der Deutschen PsychotherapeutenVereinigung, Mitglied der Vertreterversammlung und Mitglied des beratenden Fachausschusses Psychotherapie der KV Hessen, Mitglied im beratenden Fachausschuss Psychotherapie der KBV, Mitglied der Delegiertenversammlung und des Ausschusses Wissenschaft und Forschung der hessischen Psychotherapeutenkammer.