Bericht zum Psychotherapeutenversorgungswerk

Die Jahresdelegiertenversammlung des PVW, die am 20. 9. 2013 in Hannover stattgefunden hat, möchte ich zum Anlass nehmen, etwas ausführlicher über unsere ­Altersversorgung zu berichten. Im Mittelpunkt stand der Bericht über das Jahresergebnis 2012 sowie weitere Entwicklungen im Jahr 2013. Die wichtigste Zahl für 2012 zu Beginn: mit 4,11 % Netto-Zinsertrag schloss auch 2012 sehr positiv für das Versorgungswerk ab.
In der Delegiertenversammlung wurden die weiteren Ergebnisse für 2012 ausführlich dargestellt. Das Vermögen des Versorgungswerkes, also die Rückstellungen für die Zahlung Ihrer Renten, schloss in 2012 mit 111.688.892,80 € ab. Mit den oben genannten erwirtschafteten Zinsen muss satzungsgemäß zunächst die Deckungsrückstellung (Rückstellungen für die Rentenzahlung) soweit aufgefüllt werden, um den festgelegten Rechnungszins von 3,5 % bedienen zu können. Mit dem übersteigenden Betrag, sowie Einsparungen aus dem Verwaltungskostenanteil, wurde die Sicherheitsrücklage aufgefüllt.
Auch in anderer Hinsicht entwickelt sich das Versorgungswerk weiterhin positiv. Mit 5.844 Mitgliedern Ende 2012 wurde der Zuwachs an Mitgliedern weiter fortgesetzt. Inzwischen hat das Versorgungswerk auch schon 88 Bezieher von Altersrenten. Demzufolge stiegen die Aufwendungen für Versicherungsfälle in 2012 auch auf etwas über 200.000 €. Hier ist in den nächsten Jahren ein deutlicher Anstieg zu erwarten.
Aufwändig erwies sich die Suche nach einer neuen Vermögensverwaltung. Wie schon berichtet, hatte Herr Gerber das Mandat der Vermögensberatung niedergelegt. Die erste Frage, die sich der Verwaltungsrat stellte, war, ob man wie bisher, einen einzelnen Fachmann mit der Beratung bezüglich der Anlage, oder eine institutionelle Vermögensberatung betrauen sollte.
Unter Abwägung aller Umstände, wurde beschlossen die Vermögensverwaltung weiter zu professionalisieren und hiermit eine Institution zu beauftragen. Die gewissenhafte Verwaltung des Vermögens ist der absolute Kern der Tätigkeit des Versorgungswerkes. Die Mehrkosten dieser Professionalisierung müssen aus Sicht des Verwaltungsrates akzeptiert werden. Nach einer Vorauswahl wurde mehreren Banken und Vermögensverwaltungsfirmen ein ausführlicher Fragenkatalog zugesandt. Positiv erwähnt werden sollte in diesem Zusammenhang Herr Dr. Liesner, der zweite Banker im Verwaltungsrat, der sich hier sehr stark engagierte. Aufgrund der Antworten wurden einige Banken und private Verwaltungsfirmen zur Vorstellung eingeladen. Letztendlich entschied sich der Verwaltungsrat, die anzulegende Summe zu teilen und das Bankhaus Berenberg und die Vermögensverwaltungsfirma Runte, Stadtmüller und Mönkediek mit der Verwaltung jeweils eines Teiles der Summe zu beauftragen. Die Anlagetätigkeit der beauftragten Firmen wird eng vom Verwaltungsrat beobachtet und kontrolliert.
Wenn Sie mehr über das Versorgungswerk, die Delegiertenversammlung und die Zusammensetzung der Gremien erfahren wollen, können Sie Informationen hierzu auf der Homepage des Versorgungswerkes finden.

Delegiertenversammlung des Psychotherapeutenversorgungswerkes

Am 7. Dezember 2012 fand die für dieses Jahr zweite ­Delegiertenversammlung des Psychotherapeutenversorgungswerkes statt. Nachdem auf der ersten Delegiertenversammlung der neue Verwaltungsrat gewählt worden war, war der Jahresabschluss 2011 zentrales Thema der zweiten Delegiertenversammlung. Der Vorsitzende des Verwaltungsrates, die Geschäftsführerin und der Wirtschaftsprüfer gaben ihre Berichte ab. Der Bericht des Vermögensberaters wurde verlesen, da dieser nicht anwesend sein konnte. Zum Jahresabschluss 2011 betrug das Vermögen des Versorgungswerkes etwas mehr als 90.500.000 €. (Zurzeit: Fast 110 Mio.€).
Problematisch stellte sich die Situation der Vermögensberatung/Verwaltung dar. Aus gesundheitlichen Gründen hatte Herr Gerber erklärt, die Vermögensberatung für das Versorgungswerk nicht über das Ende des Jahres 2012 hinaus weiterführen zu können. Herr Dr. Liesner (zweiter Banker im Verwaltungsrat) erklärte sich bereit, vorübergehend, bis zur Etablierung einer neuen Vermögensberatung/Verwaltung, die Aufgabe zu übernehmen. Um schnell zu reagieren fand noch im Dezember eine Sitzung des Verwaltungsrates statt, bei der Herr Dr. Liesner beauftragt wurde, zusammen mit dem Anlageausschuss, einen Fragenkatalog für die Ausschreibung des Vermögensverwaltungsmandates zu erstellen.
Der Fragenkatalog wurde mehreren Banken, zwei Vermögensverwaltungsgesellschaften und einem Banker zugeleitet, mit der Anfrage, die Aufgabe der Vermögensverwaltung für das PVW zu übernehmen. Als zu verwaltende Höhe wurden 50 Millionen € des Versorgungswerkes ­sowie die weiteren eingehenden Zahlungen angegeben. Das restliche Vermögen des Versorgungswerkes ist in Schuldscheindarlehen angelegt, die einer festen Laufzeit unterliegen und keinen Kursschwankungen ausgesetzt sind. Deswegen bedürfen diese keiner kontinuierlichen Verwaltung.
In einer erneuten Sitzung im Januar wurden die Antworten der Angefragten im Verwaltungsrat diskutiert. Es wurde der Beschluss gefasst, die Banken Nord LB, Deutsche Bank, Berenberg Bank sowie eine der Vermögensverwaltungen und den einzelnen Banker zu Vortrag und Diskussion einzuladen. Dies fand in einer Sitzung des Verwaltungsrates am 22. 3. 2013 statt. Am Ende dieser Sitzung fasste der Verwaltungsrat den Beschluss, anzustreben, die Berenberg Bank und die angesprochene Vermögensverwaltung mit der Verwaltung jeweils eines Teils des Vermögens des Versorgungswerkes zu beauftragen. Herrn Dr. Liesner wurde die Aufgabe übertragen, mit beiden Bewerbern diesbezüglich weiter zu verhandeln. Die nächste Sitzung des Verwaltungsrates, bei dem gegebenenfalls ein endgültiger Beschluss über die Beauftragung gefasst werden soll, ist für 31. 5. 2013 terminiert.

Hans Bauer

Bericht zum Psychotherapeutenversorgungswerk

Seit unserem letzten Mitgliederrundbrief im November fand eine weitere Delegiertenversammlung des Psychotherapeutenversorgungswerks (PVW) statt. Der rechnerische Teil des Abschlusses des Jahres 2011 war in der ­vorangegangenen Delegiertenversammlung behandelt worden. Über die Zahlen haben wir im letzten Mitgliederrundbrief berichtet. In dieser Delegiertenversammlung wurden verschiedene Berichte zur Vermögensverwaltung, zum versicherungsmathematischen Gutachten und weiteren Angelegenheiten abgegeben. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass in all diesen Punkten keine Probleme gesehen werden. Problematisch erscheinen zwei Bereiche: Zum einen ist dies die allgemeine Zinsentwicklung. Auch aus anderen Informationen werden Sie erfahren haben, dass die Zinsentwicklung an den Kapitalmärkten weiterhin rückläufig ist. Für Institutionen, die für Geldanlagen verantwortlich sind, wie für Versorgungswerke, aber auch zum Beispiel für Lebensversicherungen, wird es immer schwieriger, die diesbezüglichen Erwartungen zu erfüllen. Ein anderes Problem mit dem wir bei der letzten Delegiertenversammlung konfrontiert wurden, ist das Ausscheiden unseres Vermögensberaters aus seinen Funktionen für das PVW. Dieses macht es notwendig, die Geldanlage komplett anders zu organisieren. Vom Verwaltungsrat wurde ein Ausschreibungstext mit einem detaillierten Fragenkatalog erstellt, der an verschiedene Banken und Vermögensberatungsgesellschaften versandt wurde. Die Ergebnisse wurden in der letzten Verwaltungsratssitzung geprüft, und zur nächsten Sitzung sind drei Bewerber für das Mandat der Vermögensverwaltung des Psychotherapeutenversorgungswerks eingeladen. Wir werden über den Fortgang berichten.

Hans Bauer