Stets Aktuell

In diesem Bereich informieren wir Sie über die Vertretung der Landesgruppe in der Kammer sowie über die Kolleginnen und Kollegen, die von Ihnen gewählt in der Kammer Ihre Interessen einbringen und vertreten.

Unter folgenden Links finden Sie aktuelle Informationen zur Kammerpolitik in NRW und auf Bundesebene:

Psychotherapeutenkammer NRW

Bundespsychotherapeutenkammer

10. Kammerversammlung am 24.11.2018: TSVG, Systemische Therapie, Weiterbildung in "Spezieller Psychotherapie bei Diabetes" und viele Formalien erledigt!

Die Tagesordnung umfasste eine Vielzahl von Themen, nur mit  Ausdauer und Disziplin war diese zu schaffen. Als Gäste an diesem  langen Sitzungstag nahmen – inzwischen Tradition - Vertreterinnen der PiA teil.

Gerd Höhner, Präsident der PTK NRW informierte zum aktuellen Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur Anerkennung der systemischen Therapie. Mit der Anerkennung wurde die Voraussetzung für die sozialrechtliche Anerkennung geschaffen. Die Erweiterung der wissenschaftlichen Grundlagen der Psychotherapie vergrößert die fachliche Vielfalt im Versorgungssystem, z. B. im Hinblick auf die bislang wenig berücksichtigten Versorgungsfelder der Jugendhilfe. Hierzu bedarf es allerdings weiterer Anstrengungen, um die Systemische Therapie auch im Bereich der Behandlung von Kindern und Jugendlichen anzuerkennen, was bislang – für alle Kammermitglieder nicht nachvollziehbar – nicht gelang.

Der Kammerpräsident berichtete über ein Gespräch des Vorstandes im Bundesgesundheitsministerium zum vom Bundeskabinett beschlossenen Entwurf des Terminservice-und Versorgungsgesetz. Die Beteiligten hätten eindringlich auf die Fehler im geplanten TSVG hingewiesen und angeregt, den Passus zu einer „gestuften und gesteuerten Versorgung“ zu streichen. Am Tag vor der Kammerversammlung hatte der Gesundheitsausschuss des Bundesratesbeschlossen, die vorgesehene gestufte und gesteuerte Versorgung für die psychotherapeutische Behandlung abzulehnen. Eine entsprechende Petition zu diesem Themenkomplex an den Bundestag erbrachte schon weit vor dem Ende der Zeichnungsfrist mehr als das Doppelte des erforderlichen Quorums von Unterschriften. Die erste Lesung des Gesetzes im Parlament ist geplant für den 14.12.2018.

Die Reform der Psychotherapeutenausbildung konzentriert sich derzeit auf die Planung der Umsetzung der Weiterbildung auf Landesebene. Die Gespräche des Vorstandes mit den Ausbildungsinstituten, die in Weiterbildungsinstitute überführt werden sollen, sind angelaufen. Der Kammerpräsident bezeichnete den Dialog als zukunftsweisend und bisher konstruktiv. Das Vorliegen des Referentenentwurfs zum genannten Gesetz – so die Verlautbarung aus dem BMG - ist geplant für Anfang 2019.

Die Kammerversammlung verabschiedete vier Resolutionen mit klaren Forderungen an die Politik

  • die Psychotherapie, insbesondere Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie zu stärken
  • einen niederschwelligen und direkten Zugang zur Psychotherapiezu erhalten und die Diskriminierung psychisch kranker Menschen zu verhindern
  • die Ablehnung der Heraufsetzung der wöchentlichen Tätigkeit in Form von Sprechstunden
  • den Auftrag zur  Reform der Bedarfsplanung nun endlich und vorrangig umzusetzen.

Die Resolutionen finden Sie auf der Homepage der Kammer (www.ptk-nrw.de) hier zum Download eingestellt.

Im Eilverfahren wurden die anstehenden Wahlen für neue Mitglieder (5) und deren Vertreter in die Vertreterversammlung des Versorgungswerkes und eines stellvertretenden Delegierten für den Deutschen Psychotherapeutentag absolviert.

Andreas Pichler als Vizepräsident informierte über den Haushalt, hier zunächst über den Jahresabschluss 2017. Das Ziel des Vorstandes, die Legislaturperiode finanzpolitisch in geordneten Verhältnissen abzuschließen, wurde erreicht. Der Beitragssatz kann beibehalten werden, erwirtschaftete Überschüsse wurden in zweckgebundene Rücklagen übergeführt, um z. B. die anstehenden Kosten der bevorstehenden PTK-Wahlen absichern zu können. Darüber hinaus wird der kontinuierliche Mitgliederzuwachs notwendige Stellenerweiterungen v. a. in den Bereichen Recht, EDV und Sachbearbeitung über kurz- und mittelfristig nach sich ziehen. Ausreichende Rücklagen stehen zur Verfügung, die PTK ist gewappnet für die kommenden Aufgaben.

Die Kammerversammlung beschloss darüber hinaus notwendig gewordene Änderungen derEntschädigungs- und Reisekostenordnung hinsichtlich der Erstattung von Umsatzsteuer, dem Auslagenersatz für Betreuungsleistungen und der Aufwandsentschädigungen in Höhe des Inflationsausgleiches. Sie folgte dem Votum des Finanzausschusses und nahm den Haushaltsplan 2019 an.

Für den Ausschuss Fort- und Weiterbildung berichtete dessen Vorsitzende über den erfolgreichen FachtagSpezielle Psychotherapie bei Diabetes“ der PTK NRW am 31.10.2018. Der Ausschuss entwickelte den Vorschlag, ein Weiterbildungscurriculum „Spezielle Psychotherapie bei Diabetes“ zu entwickeln mit der Möglichkeit evtl. Teile der Weiterbildung auch als zertifizierte Fortbildung absolvieren zu können. Herr Höhner wies auf eine der zentralen Aufgaben des Vorstandes hin, die Zukunftschancen des Berufsstandes voranzutreiben und neue Berufsfelder zu entwickeln. Diabetes ist eine „Volkskrankheit“, die Nachfrage der Patienten ist seitens der Profession zu befriedigen. Mit einer Weiterbildung ist die Möglichkeit gegeben, weitere, künftige Arbeitsfelder zu erschließen.

Nach ausführlicher, z. T. anstrengender und durch sehr divergierende Standpunkte gekennzeichneten Diskussion votierte die Mehrheit der Kammerversammlungsmitglieder zunächst für eine „kleinere Lösung“: d.h. den Ausschuss Fort- und Weiterbildung zunächst mit dem Entwurf für eine curriculareFortbildung „Psychotherapie bei Diabetes zu beauftragen, deren Inhalte im Rahmen einer ggf.später einzuführenden Weiterbildung anerkennungsfähig sind. Der Entwurf soll bis zur nächsten Sitzung im Mai 2019 zur Beratung und Beschlussfassung vorliegen. Die Fraktion Kooperative Liste hatte für eine „große Lösung“, nämlich die sofortige Entwicklung einer „Weiterbildungsordnung“ geworben.

Frau Prof. Dr. Adelheid Schulz berichtete von der Arbeit der von der PTK Anfang 2018 einberufenen Kommission „Psychotherapie für Menschen mit Intelligenzminderung“. Zunächst ging es einerseits um die nicht hinreichend geklärten Fragen zur Versorgung, den Besonderheiten im Umgang mit den Patienten, sowie andererseits der Frage, ob Psychotherapeuten für die Arbeit mit intelligenzgeminderten Menschen eine besondere Qualifikation benötigten. Grundlage für die Entwicklung von Konzepten für die bessere Versorgung ist z. B. die Eingrenzung, was in den Bereich der Pädagogik fällt und wo Psychotherapie gefragt ist. Viele Behandler fühlen sich unsicher in der Behandlung intelligenzgeminderter Patienten, ein Nachdenken über Fortbildung, Supervision oder  Coaching ist angesagt, um dann entsprechende  Konzepte entwickeln zu können. Fragen einer auf die besonderen Bedürfnisse dieser Patientengruppe abgestimmte Vernetzung d.h. z. B. mit entsprechenden Angeboten für die Patienten leichter erreichbar zu sein, wurden diskutiert. Die sich anschließende Aussprache war gekennzeichnet von der Anerkennung der bisherigen Kommissionsarbeit und Überlegungen, wie seitens der Profession mit diesem Versorgungsauftrag umgegangen bzw. dieser umgesetzt werden könne.

Die Zeit war inzwischen weit fortgeschritten und so wurden die Tagesordnungspunkte „Dokumentation psychotherapeutischer Behandlungen“, Digitale Agenda, Gutachten des wissenschaftlichen Beirates zum Antrag der AG humanistische Psychotherapie sowie die Berichte aus den Ausschüssen auf die nächste Kammerversammlung im Mai 2019 vertagt.

9. Kammerversammlung am 28.04.2018: Versorgung älterer Menschen, Psychotherapie für Menschen mit Intelligenzminderung, Internet in der Psychotherapie, Telematik-Infrastruktur u.v.m.

Die Tagesordnung der ersten Kammerversammlung (KaV) der Psychotherapeutenkammer NRW in diesem Jahr umfasste eine Vielzahl von Themen, die von den Mitgliedern in gewohnt ausdauernder und disziplinierter Weise bearbeitet wurden. Als Gäste trugen mehrere  Vertreter der PiA  als Gäste zur „lebendigen, parlamentarischen“ Diskussion insbesondere zum TOP Reform der Psychotherapeutenausbildung bei.

Der Kammerpräsident, Herr Höhner, informierte im Bericht des Vorstandes über die ausführlichen Gespräche mit der neuen Landesregierung u.a. im Rahmen der Landesgesundheitskonferenz. Ein Themenschwerpunkt der Legislaturperiode im Land NRW wird die Versorgung von älteren Menschen sein: Während die medikamentöse Versorgung als sichergestellt einzustufen ist, kann die psychotherapeutische Versorgung für diese Patientengruppe zurzeit weder als angemessen noch als ausreichend beschrieben werden; sie ist unzureichend und es besteht Handlungsbedarf. Aus Sicht der Kammer erscheinen Fortbildungen zur Psychotherapie mit älteren Menschen sinnvoll, aber auch die Berücksichtigung dieser Gruppe mit ihren spezifischen Bedarfen (z.B. aufgrund eingeschränkter Mobilität) in der Bedarfsplanung (Kleinräumigkeit, wohnortnahe Versorgung), die Überprüfung der Abrechnungsbedingungen für aufsuchende Behandlungen, Supervision und Fortbildung für Pflegekräfte in diesem Bereich und eine Verbesserung der Konsiliardienste in Pflegeheimen.

Eine der zentralen Aufgaben des Vorstandes besteht bekanntermaßen darin, die Zukunftschancen des Berufsstandes voranzutreiben und neue Berufsfelder zu entwickeln. In den Jahren 2016 und 2017 stand die Psychotherapie für Menschen mit Intelligenzminderung und die“ „Möglichkeiten und Grenzen internetgestützter Psychotherapie“ im Focus der Beratungen in der KaV. Für das Jahr 2018 bietet sich das oben genannte Thema als Schwerpunktthema an. Diese Themen werden in der Regel im Rahmen eines „großen Ratschlages“ d. h. einer themenspezifischen Intensivtagung für Kammermitglieder bearbeitet. Danach nehmen sog. ständige Kommissionen zu spezifischen Themen ihre Arbeit auf, um zielführend die Kammer bei der Beratung zu unterstützen.

Ab 25.Mai 2018 gilt die neue Datenschutzgrundverordnung der Europäischen Union. Ihre inhaltlichen Forderungen ähneln vielfach dem derzeit geltenden Recht. Gleichwohl bringt sie zusätzliche Pflichten auch für Praxen mit sich. Herr Höhner bittet alle Kolleginnen hierzu die zeitnahen Praxis-Informationen auf der Homepage der PTK NRW zu beachten, ebenso auf der Homepage der zuständigen KVen (NO und WL). Dort finden sich ebenfalls ausführliche Informationen, nicht zuletzt auch auf der Internetseite der DPtV mit einer entsprechenden Checkliste für die Praxen (vgl. die entsprechende News vom 02.05.2018).

Im Bericht des Vorstandes referierte Frau Barbara Lubisch über die derzeitige Sachlage bei der Einrichtung der Telematik-Infrastruktur (TI). Zum Einen geht es um die Herstellung technischerLösungen der sicheren Datenverbindungen, die Übernahme der Einrichtungskosten und Umsetzungen der Fristsetzungen. Nicht unerhebliche Fehler aus der der Planungsphase führen im Moment dazu, dass Lieferungen stocken, Nachverhandlungen allerdings ebenso. Es ist im Moment schon aus technischen Gründen nicht damit zu rechnen, dass alle Praxen zum Jahresende mit den entsprechenden technischen Geräten auszustatten sind. Die Probleme auf Seiten der Industrie und der Krankenkassen werden deutlich, hier ist die KBV, die die gesetzlichen Vorgaben umzusetzen hat, gefordert.

Zum andern geht es um die Anwendungen in der TI, hier den Umgang z. B. mit Notfalldaten, Medikationsplänen oder auch der elektronischen Patientenakte.  Der Berufsstand ist hier gefordert, bei der Gestaltung des Konzeptes „elektronische Patientenakte“ aktiv mitzuwirken und für den Schutz sensibler Daten zu sorgen. Dies wird in der nächsten Zeit noch intensive Diskussionen in den zuständigen Gremien der Selbstverwaltung erfordern. So geht es z.B. darum, die Hoheit der Patientinnen über ihre Daten in der eAkte vor einem Zugriff von Krankenversicherungen zu verhindern. Gleichzeitig kursieren auch viele Gerüchte über angebliche Pläne, die oft jeder Grundlage entbehren; vieles ist noch nicht abschließend geklärt oder gesetzlich festgelegt.

Jürgen Tripp, Vorsitzender des Ausschusses „Reform der Psychotherapeutenausbildung/Zukunft des Berufes“ berichtete zur aktuellen Sachlage der Reform . Die Kammerversammlung verabschiedete mehrheitlich eine Resolution, in der sie ihre Forderungen an eine zügige Weiterführung der Reform zusammenfasst: alle vier Grundorientierungen der Psychotherapie müssen im Studium gelehrt werden, um die Verfahrensvielfalt sicher zu stellen. Die Approbationsordnung muss einen ausreichenden Anteil an praktischen Inhalten in mindestens zwei Verfahren vorgeben, eine ausreichende Anzahl an ambulanten, stationären und institutionellen Weiterbildungsstellen sollte ebenso gewährleistet sein und die bisherigen Ausbildungsinstitute in Weiterbildungsinstitute überführt werden, um Theorievermittlung und Selbsterfahrung „aus einer Hand“ zu garantieren. Die Einführung des vom BMG vorgeschlagenen Modellstudiengangs Pharmakotherapie in diesem Rahmen wird - wie auch von der Mehrheit beim Deutschen Psychotherapeutentag - als nicht zielführend abgelehnt. Die Resolution finden Sie auf der Homepage der Kammer zum download eingestellt (hier).

Dr. Christof Koban, Ausschuss Fort- und Weiterbildung, referierte über das Thema Supervision - zurzeit vor allem angebunden in den Händen der Fachverbände und Ausbildungs-instituten - als einer möglichen Aufgabe für die Kammer. Das Thema soll weiter beraten werden mit dem Ziel, eine Aufwertung von Supervision als bewährtes Mittel der Qualitätssicherung zu erreichen und durch eine verbesserte Öffentlichkeitsarbeit hierzu bekannter zu machen.

Einen breiten Raum nahmen die Informationen durch Vertreter des Ausschusses Fort- und Weiterbildung und die anschließende Diskussion zum Thema mögliche Erweiterung derWeiterbildungsordnung um „spezielle Psychotherapie bei Diabetes“ ein. Die Landesgruppe Nordrhein unterstützt dieses Vorhaben ausdrücklich.

Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit wurde in einem „quasi Parforce-Ritt“ auch über das Projekt der BPtK zur Evaluation der Reformder Psychotherapie-Richtlinie berichtet. Erste Ergebnisse wurden vorgestellt. Sie finden Informationen dazu auch auf der Homepage der BPtK (News vom 11.04.2018: Rund 20 Wochen Wartezeit auf psychotherapeutische Behandlung). Übereinstimmend wurde festgestellt, dass viele der Neuerungen zu einer verbesserten und flexibleren Versorgung der Patienten beitragen und auch die Einkommenssituation der Praxen (leicht) verbessern. Gleichwohl besteht Handlungsbedarf für deutliche Nachbesserungen, insbesondere auch im Bereich der Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie.

Die Kammerversammlung beschloss einen langen Arbeitstag, musste aus den o. g. Zeitgründen die Berichte aus den Ausschüssen allerdings vertagen.

8. Kammerversammlung am 11.11.2018

... ohne Frage ein bedeutsames Datum für eine Kammerversammlung - und das in Westfalen-Lippe! Diszipliniert und engagiert widmeten sich die Delegierten der Kammer trotzdem einer Tagesordnung mit vielfältigen Themen - herausragend waren dabei sicher die Debatten um die Reform der Ausbildung, die Einrichtung eines Weiterbildungsbereiches "Spezielle Psychotherapie bei Diabetes" (was die Landesgruppe Nordrhein ausdrücklich unterstützt!), den aktuellen Sachstand zur Reform der Bedarfsplanung, Förderung von Frauen in der Berufspolitik, Haushaltsthemen und nicht zuletzt eine ganze Reihe von Resolutionen, die von der Fraktion Kooperative Liste eingebracht und schließlich von einer breiten Mehrheit in der Kammerversammlung mitgetragen wurden:

Ein ausführlicher Bericht zur Kammerversammlung ist auf der Homepage der PTK NRW hier eingestellt.

7. Kammerversammlung am 05.05.2017, Dortmund: Wechsel im Vorstand, "Zur wirtschaftlichen Lage der Psychotherapeuten", Revision der Fortbildungsordnung

Die Kammerversammlung der Psychotherapeutenkammer NRW (PTK NRW) hatte in ihrer ersten Sitzung in diesem Jahr erneut eine Vielzahl an Themen und damit verbundenen Tagesordnungspunkten zu bearbeiten, was ihr in disziplinierter Weise auch gelang. Hier seien einige wichtige Punkte herausgegriffen:

Im Vorstand der Kammer hat es einen Wechsel gegeben. Wolfgang Schreck (DGVT) hatte aus persönlichen Gründen seinen Rücktritt erklärt. Als seine Nachfolgerin wurde mit großer Mehrheit Mechthild Greive gewählt, eine als Psychotherapeutin und Juristin doppelt qualifizierte Kollegin, die sich bisher schon im Ausschuss „Psychotherapie in Krankenhaus und Rehabilitation“ engagierte.

Im Bericht des Vorstands referierte Vizepräsident Andreas Pichler zur „Wirtschaftlichen Lage der Mitglieder der PTK NRW“ und legte dabei den Fokus auf die Situation der Frauen, der Kinder- und Jugendtherapeutinnen und der Neu-Approbierten, wobei er auf die eingeschränkte Interpretierbarkeit der Daten hinwies, da nur Einkommen aus psychotherapeutischer Tätigkeit erfasst werden konnten. „Frauen erzielen aus psychotherapeutischer Tätigkeit im Mittel 74-76 % des Einkommens der Männer. Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und -therapeuten kommen im Schnitt auf 83,3 % der Einkommen aus psychotherapeutischer Tätigkeit der Psychologischen Psychotherapeutinnen und -therapeuten.“ Neuapprobierte erzielen im ersten Jahr ihrer Tätigkeit Einkommen im unteren Bereich, die im Folgejahr in den mittleren Einkommensbereich ansteigen. Die Einkommenssituation der Neu-Approbierten entwickelt sich vor allem dann besser, wenn sie den Weg in die Niederlassung wählen. Generell arbeitet ein großer Teil der  Kammerangehörigen in einer Mischform aus niedergelassener und angestellter Tätigkeit. In der folgenden Aussprache wurde deutlich, wie wichtig es ist, dass die PTK NRW in ihrem Engagement für eine angemessene Honorierung psychotherapeutischer Arbeit sowohl in den Praxen als auch bei den Angestellten nicht nachlässt.

Der Ausschuss Fort- und Weiterbildung arbeitet aktuell an einer Revision der Fortbildungsordnung und legte der Versammlung in dieser Sitzung eine erste Änderung zur Beschlussfassung vor. Für die Teilnehmerinnen kostenfreie Fortbildungsveranstaltungen können zukünftig auch ohne Kosten für die Veranstalterin bei der PTK NRW akkreditiert werden, damit die Teilnehmerinnen Fortbildungspunkte erhalten können. Bei der Ärztekammer wird dies bereits schon länger so gehandhabt. Ein weiterer Antrag des Ausschuss Fort- und Weiterbildung beinhaltete, Supervision durch akkreditierte Supervisorinnen künftig mit mehr Fortbildungspunkten zu versehen, um den Wissenserwerb bei der Reflexion zu betonen. Dies wurde von der Versammlung kontrovers diskutiert. Der Ausschuss nahm die Anregungen auf und wird nun zunächst weiter beraten.

Schließlich wurden zwei von der Fraktion Kooperative Liste eingebrachte Resolutionen „Beschluss des Erweiterten Bewertungsausschusses vom 29.3.2017 nachbessern!“ und „Bedarfsplanung Psychotherapie im Ruhrgebiet korrigieren“ einstimmig angenommen. Den genauen Wortlaut der Resolution zum Honorar finden Sie hier und die Resolution zur Bedarfsplanung im Ruhrgebiet hier. Einen ausführlichen Bericht über die Kammerversammlung finden Sie hier.

6. Kammerversammlung am 05.11.2016: Haushalt, Änderung der Psychotherapie-Richtlinie und "Frauen in die Berufspolitik!"

Im November tagte die Kammerversammlung in Düsseldorf, die Delegierten hatten über den Haushalt zu entscheiden und konnten u.a. den aktuellen Stand der Reformen der Ausbildung und der Psychotherapierichtlinie diskutieren.

Im Bericht des Vorstandes thematisierte der Kammerpräsident Gerd Höhner zunächst die Versorgung von Flüchtlingen, ein Thema das in der sich anschließenden Diskussion von vielen Delegierten aufgegriffenen wurde. Dabei wurde vor allem die Unzufriedenheit mit der nach wie vor nicht geregelten Finanzierung von Sprachmittlern deutlich, einem Problem, dass viele Initiativen bremst und dessen Lösung bislang zwischen Bund und Ländern hin- und hergeschoben wird.

Beisitzerin Cornelia Beeking berichtete vom BPtK-Symposium „Frauen in die Berufspolitik“. Bei den unter 35jährigen PP / KJP liegt der Frauen-Anteil inzwischen bei 90%. Obwohl der Frauenanteil in den Gremien der PP/KJP im Verhältnis höher liegt als bei anderen Heilberufen wird ein Verbesserungsbedarf gesehen, schon allein um den berufspolitischen Nachwuchs zu sichern. Nachweislich ist die Quote die einzig wirksame Methode zur Erhöhung des Frauenanteils. So ist auch in der Neuregelung des Landesgleichstellungsgesetzes eine Quotierungsregelung für Gremien vorgesehen.

Anschließend stellte Vizepräsident  Andreas Pichler den Jahresabschluss 2015 vor und die Delegierten beschlossen einstimmig eine Entnahme aus der Rücklage, um die Unterdeckung des Haushaltes durch geringere Einnahmen aus Mitgliederbeiträgen nach Einführung der neuen einkommensabhängigen Beitragsordnung auszugleichen. Bei der Vorstellung des Haushaltsplans für 2017 konnten sich die Delegierten davon überzeugen, dass der in 2016 eingeführte Mindestbeitrag von 70 Euro langfristig die Konsolidierung des Haushaltes ermöglicht.

Unter dem TOP Reform der Psychotherapeutenausbildung gab Beisitzer Wolfgang Schreck zunächst einen kurzen Überblick über den aktuellen Stand. Anstatt des lange erwarteten Referentenentwurfs war unmittelbar vor der Kammerversammlung ein Eckpunktepapier des BMG bekannt geworden. Das BMG spricht sich darin klar für eine Direktausbildung aus, das mit einem Staatsexamen abgeschlossen werden soll. Der vorgesehene hohe Anteil an praktischer Tätigkeit bereits im Studium lässt es fraglich erscheinen, ob der bisherige hohe wissenschaftliche Standard auch bei zukünftigen Absolventen gehalten werden kann. Außerdem fehlen noch völlig politische Zusagen bzgl. der Finanzierung der Weiterbildung. Entlang dieser kritischen Punkte führten die Delegierten eine kontroverse aber stets konstruktive Diskussion.

Auch die Reform der Psychotherapierichtlinie wurde in dieser Kammerversammlung diskutiert.

Beisitzerin Barbara Lubisch fasste nochmals die Neuerungen als Ergebnis eines Kompromisses zusammen und hob die Entstehungsgeschichte der Reform hervor, die selbstverständlich nicht zu einer Steigerung der Versorgungskapazitäten führen wird. Vielmehr scheint es von Seiten der Krankenkassen das Ziel zu geben, die vorhandenen Kapazitäten auf mehr Patientinnen zu verteilen.

 

5. Kammerversammlung am 16.04.2016, Dortmund: Erste Regionalkonferenz in Detmold – Haushalt und Beitragsordnung – Weiterbildung

Eine – wie es zunächst schien - zeitlich überschaubare Tagesordnung erwartete die Mitglieder der Kammerversammlung in Dortmund. Im Bericht des Vorstandes befasste sich der Kammerpräsident Herr Höhner ausführlich mit der Reform der Psychotherapieausbildung.

Die PTK-NRW ist durch mehrere Mitglieder des Vorstandes in den Arbeitsgruppen des Projektes Transition (gemeint ist die Ausbildungsreform) bei der Bundespsychotherapeutenkammer vertreten, Herr Höhner selbst fungiert als Sprecher der Transitions-AG. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass die Beratungsergebnisse aus der Kammerversammlung und aus dem Ausschuss Reform der Psychotherapieausbildung/Zukunft des Berufes zeitnah und aktuell in den Beratungsverlauf auf der Bundesebene eingebracht werden können.

Eine der zentralen Fragestellung bleibt die inhaltliche Ausgestaltung der angestrebten 5 Ausbildungsjahre, und wie die sich anschließende Weiterbildung zur Erlangung der Fachkunde rechtlich verankert werden soll auch z. B. mit Blick auf die Partikularinteressen der Fachverbände.

Herr Dr. Tripp, als Vorsitzender des Ausschusses Reform der Psychotherapieausbildung und Mitglied unserer Fraktion Kooperative Liste informierte hierzu ergänzend über die aktuellen Beratungsthemen. Sein Bericht befasste sich mit den derzeitigen Beratungsschwerpunkten. Fragen, die einer zeitnahem Lösung bedürfen, sind: was macht die Qualität einer Weiterbildung aus, sollte die Organisation der Weiterbildung aus einer Hand gesteuert werden, wie ist die Qualität der ambulanten Tätigkeit für die Auszubildenden sicher zu stellen, wie die Weiterbildungsermächtigung von Kammerangehörigen in der stationären Versorgung zu gestalten, welche Ausstattung sollten die Hochschulambulanzen vorweisen können (z. B. als Grundvoraussetzung mindestens 3 anerkannte, wissenschaftliche Verfahren vermitteln zu können), welche Schwächen der ärztlichen Weiterbildung sollten vermieden werden?

Eine Vielzahl immer neuer und komplizierter Fragen von Kammerversammlung zu Kammerversammlung. Bei dem allseitigen Wunsch nach einer besseren Übersichtlichkeit erscheint die Erstellung eines Eckpunktepapiers sinnvoll.

Im Bericht des Präsidenten ging es im Weiteren um die erste Regionalkonferenz der PTK in Bielefeld am 10.03.2016. Das Projekt „PTK vor Ort“ mit dem Ziel, den Austausch zwischen den Regionen des Landes sicher zu stellen, das Kammererleben zu stärken, die Kontaktpflege aller in der psychotherapeutischen Versorgung Tätigen landesweit zu fördern, wurde von allen Teilnehmern positiv aufgenommen.

Aktuell wurde die Änderung der Beitragsordnung als positiv benannt im Hinblick auf eine größere Beitragsgerechtigkeit. Der Wunsch nach mehr Austausch über Probleme bei der Ermächtigung oder auch mehr Information über und die Berücksichtigung der Belange insbesondere der angestellten Psychotherapeuten geäußert. Ein ermutigender Anfang ist gemacht, die weiteren Treffen sind in Planung, die nächste Regionalkonferenz findet im Regierungsbezirk Arnsberg statt.

Zum Thema dieser Tage, der psychotherapeutischen Versorgung der Flüchtlinge, informierte Herr Höhner über das Stufenmodell zur Ermittlung der spezifischen Bedarfe mit den drei Ansatzpunk

  • psychosoziale Beratung und niedrigschwellige Angebote zur sozialen Stabilisierung der Flüchtlinge,
  • niedrigschwellige Krisenintervention und Angebote zur Förderung von Selbstfürsorge und dem Erhalt psychischer Gesundheit,
  • Überführung in die Regelversorgung bei akuten psychischen Störungen.

Bisher gebe es nur wenige Ermächtigungen zur psychotherapeutischen Versorgung von Flüchtlingen. Die PTK NRW ist daran interessiert, diese auszuweiten und steht dazu im Austausch mit der Kassenärztlichen Vereinigung.

Zwischen Psychotherapeutenkammer und dem Psychosozialen Zentrum Düsseldorf für die psychotherapeutische Versorgung von Flüchtlingen besteht weiterhin eine enge Kooperation. Die von der Kammer initiierte Umfrage an alle Kammerangehörigen mit dem Ziel, ein Bild über die Aktivitäten in den einzelnen Regionen zu gewinnen, wurde im März gestartet. Erste Rückmeldungen liegen vor.

Der geplante Tag der Angestellten im Krankenhaus und Reha-Einrichtungen wurde in der Kollegenschaft allseits begrüßt.

Herr Pichler, Vizepräsident, berichtete über den Stand der Beitragserhebung zum Beitragsjahr 2015 und zum laufenden Beitragsjahr 2016 nach der Änderung der Beitragsordnung durch die Kammerversammlung im Oktober letzten Jahres. Die Beitragslücke im Haushalt 2015 konnte geschlossen werden, der durchschnittliche Beitrag hat sich nicht erhöht und der Mittelwert des Beitrags 2016 befindet sich wieder auf der Höhe der Vorjahre. Eine „versteckte“ Beitragserhöhung hat es demnach nicht gegeben, auch wenn durch die Einkommensorientierung individuell gesehen höhere Beiträge erhoben werden können. Der Beschwerderücklauf für das Jahr 2016 sank auf 0,02%, auch hierin lässt sich eine breite Zustimmung erkennen.

Die Kammerversammlung befasste sich mit zwei Anträgen des Vorstandes zur Änderung der Weiterbildungsordnung. Im ersten Antrag ging es um die Gesprächspsychotherapie. Das Landesgesundheitsministerium empfahl eine Angleichung an die Musterweiterbildungsordnung der BPtK. Nach intensiver Beratung verabschiedete die Kammerversammlung den Antrag des Vorstandes, der mindestens 240 Behandlungsstunden unter kontinuierlicher Supervision bei mindestens zwei Supervisoren und mindestens 65 Stunden Selbsterfahrung vorsieht.

Der zweite Antrag – auch mehrheitlich angenommen – betraf den Bereich der Klinischen Neuropsychologie. Die hohen strukturellen Anforderungen an die Weiterbildungsstätten durch die bisherige Weiterbildungsordnung hatten in der Vergangenheit zu Problemen bei der Umsetzung der Weiterbildung geführt.

Hierzu wurden Vereinfachungen der Regelungen beschlossen. Der Anstellungsrealität der Weiterzubildenden – fehlende feste Arbeitsplätze für zwei Jahre im Klinikbereich – kann so z. B. Rechnung getragen werden.

Die Kammerversammlung beauftragte den Vorstand der PTK auf Initiative aus dem Ausschuss Psychotherapie in der ambulanten Versorgung sog. Positivformulierungen zum Themenkomplex Flexibilisierung der Psychotherapierichtlinien in die Beratungen der BPTK einzubringen.

Ziel ist, dass der Berufsstand sich im Vorfeld der Entscheidungen des G-BA zu Eckpunkten zur Flexibilisierung der Psychotherapierichtlinie mit eigenen Positionen z. B. zur Einführung der Sprechstunde, zur frühzeitigen diagnostischen Abklärung oder Förderung der Gruppentherapie zu Wort meldet und Stellung bezieht.

Herr Moors berichtete aus der Kommission „Standards der psychotherapeutischen Dokumentation“ insbesondere zu Fragen der rechtssicheren Dokumentation auch im Hinblick auf ein entsprechendes Urteil des BGH zur Pflicht der fachgerechten Dokumentation.

Mal wieder wurde es ein langer Sitzungstag, der sich dieses Mal durch eine sehr offene, ernsthafte und insbesondere von gutem Willen gekennzeichnete hohe Debattenkultur auszeichnete.

4. Kammerversammlung am 31.10.2015, Dortmund: Änderung der Beitragsordnung – psychotherapeutische Versorgung von Flüchtlingen – Resolution zur Vergütung psychotherapeutischer Leistungen

Eine umfassende Tagesordnung mit einer Vielzahl von Beschlüssen erwartete die Kammerversammlung am Samstag, 31.10.2015.

Im Bericht des Vorstandes befasste sich der Kammerpräsident Herr Höhner zum einen schwerpunktmäßig mit dem Verlauf der Ausbildungsreform, auch den zeitlich sehr straffen Vorgaben durch das Bundesministerium für Gesundheit, um das Gesetz in dieser Legislaturperiode noch auf den Weg bringen zu können. Herr Dr. Tripp ergänzte ausführlich den Stand der Entwicklung und der Beratungen im Ausschuss „Reform der Psychotherapie“ insbesondere zu den Unterpunkten Ausbildungsziele, Gliederung der Ausbildung Selbstreflexion und Möglichkeiten einer Staatlichen Prüfung.

Aus unserer Sicht erfreulich ist, dass es mittlerweile einen breiten Konsens in der Kammerversammlung gibt: die Novellierung der Ausbildung wird als wichtige und zentrale Aufgabe des Berufsstandes gesehen, die Stellung der Psychotherapie und auch der Psychotherapeuten im Gesundheitswesen zu sichern und zukunftsfähig zu machen. Es wird anerkannt, dass mit der Novellierung viele drängende Probleme gelöst werden können, so z.B. die Vergütungsfragen für PiA, Erweiterung der Kompetenzen und Befugnisse, Zuständigkeit der Kammern in Ausbildungsfragen usw..

Im Bericht des Vorstandes ging es im Weiteren um die Umsetzung des GKV Versorgungsstrukturgesetz, d.h. die Zusammenarbeit der Landespsychotherapeutenkammern mit der Bundespsychotherapeutenkammer u.a. im Hinblick auf Regelungen zur therapeutischen Sprechstunde und Aufhebung der Befugnisbeschränkungen, Vereinfachung des Gutachterverfahrens, Verbesserungen für Job-Sharing-Praxen und der Bedarfsplanung.

Das Thema dieser Tage Versorgung der Flüchtlinge und die damit verbundenen Herausforderungen an die Profession nahmen einen nicht kleinen Teil des Vorstandsberichtes ein. Der PTK NRW ist es in einem Kraftakt gelungen, hierzu drei Fortbildungsveranstaltungen (5.,12. und 19. Dezember 2015) zum Thema Ressourcen bei der Arbeit mit Menschen aus anderen Kulturen anzubieten. Eine weitere Fortbildung mit dem Integrationsbeauftragten der LVR-Kliniken, Herrn Dr. Dipl.-Psych. Ali Kemal Gün ist für den Januar 2016 geplant und auch bereits ausgebucht. Zusätzliche Fortbildungsangebote sind in Planung, die Zusammenarbeit mit SPZ‘s und Flüchtlingszentren sollen landesweit initiiert, ausgebaut oder wie z.B. in Düsseldorf zusammengeführt werden. Weitergehende Informationen und Möglichkeiten der Information oder sogar Vernetzung finden sich unter dem Online-Portal der Landesregierung www.ich-helfe.nrw oder unter www.vakjp-nrw.de/Themen.

Der Jahresabschluss des Haushaltes 2014 wurde genehmigt, der Vorstand entlastet.

Die Einführung der einkommensabhängigen Beitragsordnung - beschlossen im Dezember 2013 - hat zu einem Defizit im Haushalt 2015 in Höhe von ca. 585.000,- € geführt. Bereits vorgenommene Einsparungen können dieses Defizit nicht ausgleichen. Eine Erhöhung des Kammerbeitrages zur Erfüllung der gesetzlichen Aufgaben der Kammer wurde nötig. Nach langer und ausführlicher Diskussion diverser Beispielsrechnungen beschloss die Kammerversammlung eine maßvolle und vorsichtige Erhöhung der Beiträge und damit auch eine Änderung der Beitragsordnung mit 49 Ja- und 26 Nein-Stimmen. Eingeführt wird ein Sockelbeitrag für jedes Kammermitglied in Höhe von 70,- EUR, da zum Einen 60,- EUR pro Mitglied und Jahr an die Bundespsychotherapeutenkammer abzuführen sind und weitere 10,- EUR für den Bezug des Psychotherapeutenjournals gezahlt werden. Mit diesem Grundbeitrag (5,83 EUR pro Monat) für jedes Kammermitglied kann langfristig die Liquidität der Psychotherapeutenkammer sicher gestellt und eine ausreichende Rücklagenentwicklung im Sinne der Haushalts- und Kassenordnung aufgebaut werden. Aufgesetzt auf den Grundbetrag bleibt - wie bisher - ein einkommensabhängiger Beitragsanteil bestehen, die Entlastungswirkung einer einkommensorientierten Beitragsordnung bleibt weitgehend erhalten. Die Aufsichtsbehörde signalisierte bereits ihre Zustimmung zu diesem Modell der Beitragsordnung. Durch diese Lösung kann auch der Hebesatz bei 0,7 % erhalten bleiben.

Es folgten entsprechende Beschlussfassungen zu einem Nachtragshaushalt 2015 und zum Haushaltsplan 2016.

Der Ausschuss „Psychotherapie in Krankenhaus und Rehabilitation“ wurde beauftragt die Kammerversammlung insbesondere bezgl. Fragen der Implementation von PEPP oder anderer Entgeltsystem in der Psychiatrie, des Ausbaus der Leitungsbefugnisse und anderer sozialrechtlicher Befugnisse von PPs und KJPs sowie bei der Entwicklung von Konzepten für eine Praxisphase im Rahmen der künftigen Direktausbildung zu beraten im Zusammenspiel mit dem Ausschuss „Reform der Psychotherapieausbildung“.

Durch das GKV-Versorgungsstärkungsgesetz ist der Gemeinsame Bundesausschuss beauftragt, das Angebot psychotherapeutischer Praxen zu flexibilisieren (Einführung einer psychotherapeutischen Sprechstunde, Förderung einer frühzeitigen diagnostischen Abklärung, Sicherstellung der Akutversorgung, Förderung von Gruppenpsychotherapien etc.) und dazu die Psychotherapierichtlinien bis zum 30.06.2016 anzupassen. Der „Ausschuss Psychotherapie in der ambulanten Versorgung“ wurde beauftragt, Eckpunkte für eine Positionierung der PTK NRW zurAnpassung der Psychotherapierichtlinien zu erarbeiten, die dann in die entsprechenden Kommissionen bei der BPTK einzubringen sind.

Nicht zuletzt wurden entsprechende Resolutionen

  • zum einen zur psychotherapeutischen Versorgung von Flüchtlingen, Flüchtlingskinder und unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen durch PPs und KJPs
  • zum andern zum Beschluss des erweiterten Bewertungsausschusses zur Vergütung psychotherapeutischer Leistungen vom 22.09.2015

Die Kammerversammlung beschloss einen langen Arbeitstag mit den Berichten aus den Ausschüssen und den Kommissionen.