Berichtspflicht nach § 73 Abs 1b SGB V

Für die Berichtspflicht gilt ab dem 1.1.2008:

Der Bericht an den Hausarzt ist zu Beginn und bei Beendigung bzw. einmal im Behandlungsfall (mindestens einmal in vier aufeinander folgenden Quartalen der Behandlung) einer genehmigungspflichtigen Psychotherapie zu erstellen.

Mit Einführung des EBM 2008 ist der Bericht Bestandteil der Grundpauschale und wird in der Regel nicht mehr gesondert vergütet. Der Ansatz der Berichtsziffer 01600 in der Quartalsabrechnung 1/2008 ff, dokumentiert dann lediglich, dass diese Leistung erbracht wurde, löst jedoch keine gesonderte Vergütung aus. Die KVWL stellt ihren Mitgliedern den Ansatz dieser Ziffer in der Quartalsabrechnung frei.

Die KVWL empfiehlt  die Unterschrift des Patienten, z.B. in dem vom Verband entwickelten Patientenformular.

Sollte der Patient einem Bericht an den Hausarzt nicht zustimmen bzw. über keinen Hausarzt verfügen, kann weiterhin die Pseudoziffer 01600 A in die Quartalsabrechnung eingegeben werden. Dieses ermöglicht Ihnen die Dokumentation des Sachverhaltes im Abrechnungssystem und beugt möglichen Nachfragen der Krankenkassen bei Prüfung der Einhaltung der Berichtspflicht vor. Dabei ist ein einmaliger Ansatz dieser Pseudoziffer pro Krankheitsfall ausreichend.

Weiterhin Gültigkeit behalten die vor dem 1.1.2008 eingeholten Unterschriften der Patienten zur Berichtspflicht.

Ein aktualisiertes Patienten- und Psychotherapeutenformular finden Sie im Mitgliederbereich des Bundesverbandes, Bereich "Materialien" (hier; um diese Formulare herunterladen zu können, müssen Sie sich zuerst einloggen).