Ärztemonitor: Umfrage bei Ärzten und Psychotherapeuten Psychotherapeuten sind zufrieden mit ihrem Beruf

Pressemitteilung 08/12

Der jetzt in Berlin vorgelegte Ärztemonitor zeigt eine hohe Arbeitszufriedenheit und hohe Identifikation mit ihrem Beruf bei den Psychotherapeuten. Sie liegen damit noch besser als die Ärzte. Die Ergebnisse zeigen auch, dass die Psychotherapeuten es trotz hoher Arbeitsbelastung schaffen, Beruf und Privatleben in einer guten Balance zu halten. Allerdings sind fast 40 Prozent der befragten Psychotherapeuten unzufrieden mit ihrem Einkommen und mehr als 30 Prozent mit der wirtschaftlichen Situation ihrer Praxen.


Auffallend ist, dass im Bereich der Psychotherapeuten der Verwaltungsaufwand mit 18 Prozent der Arbeitszeit besonders hoch lag. Hausärzte benötigen dafür 13 Prozent und Fachärzte 15 Prozent ihrer wöchentlichen Arbeitszeit.
Die Deutsche PsychotherapeutenVereinigung (DPtV) fordert, die Bürokratisierung abzubauen und weniger Berichte und Gutachten zu verlangen. Dann hätten Psychotherapeuten deutlich mehr Zeit für ihre Patienten, das käme sowohl den Betroffenen als auch dem System zugute.

Die Umfrage erfolgte im Auftrag von Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und NAV-Virchow-Bund. Befragt wurden im Zeitraum Ende Februar bis 21. Mai 2012 10.863 niedergelassene und angestellte ambulant tätige Ärzte und Psychotherapeuten. Die repräsentative Befragung, durchgeführt von infas, wurde mit ca. 15-minütigen Telefoninterviews durchgeführt. Pro Region wurden jeweils ca. 250 Hausärzte, 250 Fachärzte und 150 Psychotherapeuten befragt. Ins Ergebnis ein flossen zu 41 Prozent Aussagen von Hausärzten, 46 Prozent Fachärzte und 12 Prozent Psychotherapeuten.

Pressemitteilung (Pdf)

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