DPtV unterstützt ver.di-Aktion für mehr Personal in den Psychiatrie-Kliniken

Unter dem Motto „PsychPVplus - Botschaft an die Selbstverwaltung“ hat ver.di eine Karten-Aktion zur Unterstützung der Beschäftigten in der stationären Psychiatrie und Psychosomatik gestartet.

Ziel ist es, jetzt ein neues ‚PsychPV-System‘ zu schaffen, damit insbesondere eine angemessenere und aktualisierte Personalbemessung in Deutschlands „P-Kliniken“ umgesetzt wird.

Die DPtV unterstützt kooperierend und multiplikatorisch-solidarisch diese Aktion. Sie ruft hiermit ihre Mitglieder, auch Angehörige, Patienten, Versicherte usw. auf, sich daran zu beteiligen. Werden Sie Multiplikator/in und helfen Sie mit, dass 10.000 Karten von ver.di als Protest gegen die veraltete Personalverordnung (PsychPV) in Deutschlands ‚Psych.-Kliniken‘ in die Gesundheitspolitik eingebracht werden!

Besuchen Sie Veranstaltungen der DPtV. Und/oder wenden Sie sich an Ihren Landesvorstand und unterzeichnen Sie direkt die vorliegende Aktionskarte. Diese wird dann von uns an ver.di weitergeleitet. 10.000 Karten sollen Ende Mai dann von ver.di übergeben werden; Blick auf die Karte: https://gesundheit-soziales.verdi.de/service/drei/drei-68/++co++06d4341a-4178-11e9-acc9-52540066e5a9


Zum Hintergrund der Aktion:

Die Berufe der Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (PP/KJP) wie auch die Psychotherapeuten in Ausbildung (PiA) sind bis heute nicht in die Personalbemessung von P-Kliniken einbezogen (Psychiatrie und Psychosomatik).

Nur über eine Sichtbarmachung, wie auch Benennung in der aktuell im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) entstehenden neuen PsychPV, können notwendige und vor allem finanzierte Stellen unserer Berufsgruppe (wie auch anderer „neuer“ Berufsgruppen, die nach 1998 entstanden sind) gewährleistet werden.

Deshalb rufen wir mit ver.di gemeinsam auf, sich solidarisch zu erklären und Einsatz für eine zukünftig leitliniengerechte Versorgung zu zeigen, die angemessen Psychotherapie ermöglicht - eine neue Personalbemessung in den Kliniken der Psychiatrie und Psychosomatik ist seit langem überfällig.

Die Ausbildungsreform und damit ein aktualisiertes Psychotherapeutengesetz steht vor der Tür, doch die psychotherapeutische Arbeit, die insbesondere oft von PiA real geleistet wird, ist in den Stellenplänen nicht annähernd abgebildet. Die leitliniengerechte Berücksichtigung von Psychotherapie durch entsprechend aus- und weitergebildete Fachkräfte ist unbedingt notwendig, um den Patienten eine hochwertige und angemessene Behandlung zu ermöglichen. Nur bei entsprechenden Stellenplänen haben PiA und zukünftige Psychotherapeuten (PP/KJP) in Weiterbildung eine Chance auf adäquate Beschäftigung und Vergütung.