Evaluation der Psychotherapie-Richtlinie (Eva PT-RL) gestartet

Das vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) geförderte Projekt „Evaluation der Psychotherapie-Richtlinie“ (Eva PT-RL) verschickt ab Mitte Juli Fragebögen an eine repräsentative Stichprobe von Psychotherapeut*innen und Ärzt*innen des hausärztlichen Versorgungsbereichs. Die DPtV unterstützt das Projekt und bittet um Teilnahme.

Mit der Strukturreform der Psychotherapie-Richtlinie (PT-RL) wurden im Jahr 2017 die psychotherapeutische Sprechstunde, die psychotherapeutische Akutbehandlung und Maßnahmen zur Rezidivprophylaxe in die psychotherapeutische Versorgung für Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) eingeführt. Auch wurden Maßnahmen zur Förderung der Gruppentherapie vorgenommen. Das vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) geförderte Projekt Eva PT-RL soll verschiedene Fragen beantworten: Hat sich der Versorgungszugang und der Behandlungsablauf für Patient*innen verbessert? Wie werden die neuen Versorgungsbausteine umgesetzt? Gibt es Hemmnisse und Hürden bei der Umsetzung der Richtlinie?

Neben der Befragung von Psychotherapeut*innen, Ärzt*innen und Patient*innen werden auch Daten der GKV, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und des Bundesarztregisters analysiert. Geplant ist zudem, dass die teilnehmenden Psychotherapeut*innen bei der Rekrutierung der Patient*innen unterstützen, indem sie im Anschluss an Psychotherapiesitzungen die Fragebögen austeilen.

Das Projekt wird durch ein Konsortium durchgeführt, geleitet durch den Lehrstuhl für Medizinmanagement der Universität Duisburg-Essen. Konsortialpartner sind Essener Forschungsinstitut für Medizinmanagement (EsFoMed), der AOK-Bundesverband, die BARMER, der Berufsverband für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Deutschland (BKJPP), die Deutsche PsychotherapeutenVereinigung (DPtV) sowie die Vereinigung Analytischer Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeuten in Deutschland (VAKJP).