Für eine angemessene Personalausstattung in Psychiatrien

ver.di übergibt 12.500 Unterschriften an Bundesverbände der Krankenhäuser und gesetzliche Krankenkassen

Im März startete ver.di eine Karten-Unterschriften-Aktion für eine neue bedarfsgerechte Personalausstattung (PsychPVplus) in Psychiatrie-Kliniken in Deutschland. 
Auch die DPtV hat sich solidarisch an dieser Aktion beteiligt (s. Meldung vom 20.3.19) und in den Landesgruppen Unterschriften gesammelt. Insgesamt sind 12.500 unterzeichnete Karten für eine angemessene Personalverordnung bei ver.di eingegangen. Das Motto auf den Karten lautete: „Beziehungsarbeit ist in der Psychiatrie das Wichtigste. Diese braucht Zeit und das heißt: Genug Personal. Es braucht eine PsychPVPlus“. 

Die Karten wurden am 18.6.19 von ver.di an die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und den GKV-Spitzenverband (GKV-SV) übergeben, denn diese entscheiden bis September im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) über neue Personalmindestvorgaben in der Psychiatrie. Die DPtV, ver.di und andere Verbände/Gremien befürchten, dass aufgrund des Zeitdrucks und bisheriger Komplikationen, die aktuellen Mindestvorgaben sogar noch unterschritten werden.  Dies würde die stationäre psychiatrische Versorgung noch mehr verschlechtern. Deshalb sind neue berufspolitische und gewerkschaftliche Protestaktionen bereits im Gespräch. Die DPtV fordert, dass Psychologische Psychotherapeut*innen und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen sowie PiA endlich in den neuen Personalmindestvorgaben berücksichtigt werden müssen. Wir setzen uns in den gewerkschaftlichen Gremien für eine aktualisierte und angemessene Personalausstattung ein und halten Sie über Aktionen und Entwicklungen auf dem Laufenden.