Klima, Komplexversorgung, PPP – Psychotherapeut*innen positionieren sich

Die Delegierten des 39. Deutschen Psychotherapeutentags (DPT) nahmen Ende letzter Woche Stellung zu verschiedenen gesundheitspolitischen und gesellschaftlichen Themen. Unter engagierter Mitwirkung der teilnehmenden DPtV-Mitglieder entstanden Resolutionen zum Klimawandel, zur Komplexversorgung psychisch Kranker oder zur Personalausstattung in der Psychiatrie:

  • Konsequenter Klimaschutz schützt psychische Gesundheit: Die Klimakrise mit den zunehmenden Extremwetterereignissen ist auch eine gesundheitliche Krise. Die Delegierten forderten, eine angemessene psychosoziale und psychotherapeutische Versorgung der betroffenen Menschen unmittelbar nach Ereignissen sowie mittel- und langfristig zu sichern. Komplette Resolution
  • Versorgung für schwer psychisch erkrankte Patient*innen verbessern – Hindernisse beseitigen: Die verabschiedete Komplexversorgung beinhaltet noch Hürden wie Doppeluntersuchungen, eingeschränkte Wahlfreiheit oder zwangsdelegierte Koordinierungsleistungen. Die Delegierten fordern das Bundesgesundheitsministerium auf, eine Überarbeitung der Richtlinie zu veranlassen. Komplette Resolution
  • Psychotherapie in Psychiatrie und Psychosomatik: PPP-Richtlinie – Gesetzlicher Auftrag muss umgesetzt werden! Auch nach Änderung der Richtlinie steht nicht genügend Psychotherapie-Personal zur Verfügung. Die Delegierten fordern eine wirksame Behandlung von Patient*innen nach dem allgemein anerkannten wissenschaftlichen Stand und eine Erhöhung der Minutenwerte für Psychotherapie. Komplette Resolution

Weitere DPT-Resolutionen zu Digitalisierung, E-Evidenz-Verordnung, Weiterbildung und Kindern in der Corona-Krise finden Sie hier.