Petition fordert einjährigen Praxistest von digitalen Anwendungen

Digitale Anwendungen im Gesundheitssystem sollen ein Jahr von freiwilligen Anwender*innen getestet werden, bevor sie zur Regel werden. Das fordert eine Bundestags-Petition, die wir als DPtV inhaltlich unterstützen. So sollen elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen (eAU) und vertragsärztliche Verordnungen (eRezept) prinzipiell in einem Flächentest von zwölf Monaten ausprobiert werden. Während dieser Zeit sollen Ersatzverfahren dauerhaft zur Verfügung stehen – vor allem bei technischen Störungen. Die Petition kann noch bis zum 16. Dezember 2021 unterzeichnet werden. Die DPtV weist darauf hin, dass neben Ärzt*innen auch Psychotherapeut*innen in Zukunft mit neuen Anwendungen konfrontiert werden können. Eine Unterstützung ist daher sinnvoll.

Laut Petition werden Massenanwendungen gemäß aktueller Gesetzeslage in ganz Deutschland ohne angemessene Testphasen als digitale Prozesse innerhalb der Telematikinfrastruktur (TI) eingeführt. In der Petition heißt es weiter: „Digitale Verfahren, bei denen eine Vielzahl an komplexen Komponenten ineinander greifen und zusammenwirken müssen, bei denen auch organisatorische Prozesse überprüft und angepasst werden müssen, sind zum Scheitern verurteilt, wenn sie nicht hinlänglich erprobt und begutachtet werden konnten.“

Petition: https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2021/_10/_12/Petition_126863.html

DPtV-Themenseite Digitalisierung: https://www.deutschepsychotherapeutenvereinigung.de/gesundheitspolitik/themenseiten/digitalisierung/