Zi-Praxis-Panel 2021: Fristverlängerung bis 31.03.2022

Das Zentralinstituts der Kassenärztlichen Versorgung (Zi) erhebt aktuell die Daten zur Kosten- und Versorgungsstruktur in den Praxen niedergelassener Ärzt*innen und Psychotherapeut*innen.

Ziel ist es, mit repräsentativem Datenmaterial die Verhandlungsposition der Ärzte und Psychotherapeut*innen untermauern zu können und mit wissenschaftlicher Forschung Transparenz der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen herzustellen. Das Zi-Praxis-Panel (ZiPP) wird als Forschungsvorhaben im Auftrag aller Kassenärztlichen Vereinigungen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung durchgeführt.

Das Zentralinstituts der Kassenärztlichen Versorgung (Zi) hat die Frist für die Erhebung „ZiPP 2021“ bis zum 31. März 2022 verlängert. Sie können teilnehmen, wenn Sie vom Zi angeschrieben wurden, die Teilnahme ist freiwillig. Eine selbstbestimmte Teilnahme ist jedoch nicht möglich.

Hohe Rücklaufquote bei Psychotherapeut*innen

Wie gewohnt, bitten wir herzlich um Ihre Unterstützung. Zum elften Mal in Jahresfolge erhebt das Zi aktuell bei 58.000 Praxen aller Fachrichtungen Daten zur Praxisstruktur, den Praxiskosten, den Praxisumsätzen sowie den Arbeitszeiten. Die DPtV ruft dazu auf, sich an der Erhebung zu beteiligen. Die Rücklaufquote bei den Psychotherapeut*innen ist in den zurückliegenden Erhebungen überproportional hoch. Viele Praxen nehmen zum wiederholten Male an der Befragung teil, sodass eine Längsschnittanalyse über mehrere Jahre möglich wird und ein anonymer Vergleich mit anderen Praxen derselben Fachgruppe als besonderer Service angeboten werden kann. Weitere Praxen wurden per Zufallsprinzip ausgewählt.

Steigende Praxiskosten in 2019 belegt

„Die Ergebnisse der vergangenen Erhebungswellen belegen die angespannte Wirtschaftslage der Praxen in der vertragsärztlichen und -psychotherapeutischen Versorgung. Insbesondere steigende Personalaufwendungen sowie zunehmend auch die Aufwendungen für Praxisräume führen zu einem Anstieg der Praxisaufwendungen, die die Entwicklung der Praxiseinnahmen deutlich übersteigen“, so das Zi in einem Anschreiben an die Teilnehmer*innen.

Der Jahresbericht 2020 zeigt, auch bei den Psychotherapeut*innen steigen die finanziellen Belastungen durch steigende Praxiskosten: Der Jahresüberschuss in 2019 der Psychotherapeut*innen erreicht bei gleichem Arbeitseinsatz und nach Abzug der Kosten gerade einmal 60 % der somatisch tätigen Kolleg*innen.

Die Erhebung erfolgt per Online-Fragebogen:

Wie in den Vorjahren ist die Befragung in zwei Teile gegliedert: Der erste Teil ist von den Teilnehmenden auszufüllen. Hier geht es um Merkmale der Praxis sowie um Angaben zu den Inhabern und Angestellten in der Praxis.

Im zweiten Teil geht es um die Finanzdaten der Praxen. Da das ZiPP im Kern die wirtschaftliche Seite der Praxistätigkeit beschreiben soll, ist dieser Teil von großer Bedeutung. Während der erste Teil vom jeweiligen Praxisinhaber ausgefüllt wird, ist für den zweiten Teil im Regelfall die Einbindung des Steuerberaters notwendig. Die Erhebung erfolgt für beide Teile per Online-Fragebogen. Damit die Steuerberater möglichst unkompliziert die erhobenen Daten übermitteln können, besteht alternativ zum Online-Fragebogen jedoch noch die Möglichkeit, einen Papier-Fragebogen zu bestellen.

Teilnehmer erhalten Aufwandspauschale

Die Teilnahme an der Befragung ist freiwillig, die erhobenen Daten werden anonymisiert verarbeitet. Die Teilnehmenden erhalten eine Aufwandspauschale und profitieren von einem individuellen Praxisbericht, der den Teilnehmenden nach Auswertung aller Daten über ein Online-Portal zur Verfügung gestellt wird. Um die Aufwandspauschale auszahlen und die Zugangsdaten zum Praxisbericht übermitteln zu können, fordert das Zi die Personendaten der Teilnehmenden. Das Zi garantiert ein höchstmögliches Maß an Datenschutz. Dieser werde erreicht, indem personenbezogene Angaben ausschließlich in einer ausgelagerten Zi-Treuhandstelle verarbeitet werden. Das Zi erfahre nicht, wer am ZiPP in Person teilnimmt.

Daten honorarpolitisch relevant

Praxisübergreifend sind die Ergebnisse von erheblicher honorarpolitischer Bedeutung. Außerdem können die erhobenen Kostenstrukturen psychotherapeutischer Praxen für kommende juristische Auseinandersetzungen von Bedeutung sein und helfen uns in der berufspolitischen Arbeit. Die ermittelten Arbeitsstunden liefern wichtige Informationen über den Umfang von Arbeitsleistungen in der psychotherapeutischen Praxis – auch über die Arbeit mit Patient*innen hinaus.

Teilnehmer*innen bietet die Erhebung die Möglichkeit, die im Verhältnis zu den nachgewiesenen Einnahmen hohen Praxiskosten umfassend abzubilden, beschäftigtes Praxispersonal anzugeben und das hohe zeitliche Engagement im Patientenkontakt und insbesondere auch im Praxismanagement, Verwaltung, Praxispflege, Fortbildung etc. abzubilden.

Weiterführende Informationen zum Zi-Praxis-Panel sowie den Zugang zur Befragung finden Sie unter www.zi-pp.de und auf Nachfrage durch Ihre DPtV-Landesgruppe und in der Bundesgeschäftsstelle der DPtV sowie im Mitgliederbereich der DPtV-Website.