Fakten statt Märchen zur Ausbildungsreform Psychotherapeuten

20.09.17

Berlin, 18.09.2017. „Die Ausbildungsreform der Psychotherapeuten ist dringend notwendig und wir hoffen, dass sie schnell und erfolgreich umgesetzt wird”, betonte die Bundesvorsitzende der Deutschen PsychotherapeutenVereinigung (DPtV), Dipl.-Psych. Barbara Lubisch heute bei einem Pressegespräch in Berlin. Daher sei es wichtig, den vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) vorgelegten Arbeitsentwurf faktenbasiert zu diskutieren und nicht – wie derzeit von einigen wenigen Personen und Verbänden initiiert – mit Vermutungen und falschen Behauptungen zu torpedieren. „Es entsteht weder ein neuer Heilberuf noch wollen wir uns somatische Kompetenzen aneignen, die ärztlichen Psychotherapeuten und deren Aufgaben beschneiden oder gar, wie von manchem behauptet, diese aus dem System drängen“, betonte Lubisch weiter. „Schon heute leben wir in der Praxis ein friedliches und gedeihliches Miteinander, zum Wohle der Patienten. Dabei soll es bleiben“.

Die Ausbildungsreform hat das Ziel, ein bundesweit einheitliches, klar normiertes und kontrolliertes Ausbildungssystem mit universitärer Grundlage und einer strukturierten Weiterbildung zu schaffen, vergleichbar mit den anderen Heilberufen wie Ärzten, Zahnärzten, Tierärzten und Apothekern. „Die fertig weitergebildeten Psychotherapeuten werden dann, genauso wie heute, die Psychotherapien durchführen. Es kommt also weder was hinzu, noch wird einer anderen Gruppe etwas weggenommen“, verdeutlichte Lubisch. „Wir wollen für die Kollegen, die in der Weiterbildungszeit aktiv in den Therapiealltag einbezogen sind und dann von den Institutionen regelrecht vergütet werden müssen, eine sichere Zukunft bieten“. Und für die Patienten gebe es die Gewissheit, auf Psychotherapeuten zu treffen, die nach einem gemeinsamen Standard ausgebildet und auf qualitätsgesicherten Grundlagen weitergebildet sind“.
Als Vertreter der Deutschen Gesellschaft für Psychologie und der Psychologischen Institute und Fakultäten in Deutschland betonte Prof. Dr. Thomas Fydrich von der Humboldt-Universität, dass diese inhaltlich und strukturell in der Lage sind, die Reform auf der Basis des vom BMG vorgeschlagenen Arbeitsentwurfs umzusetzen. „Die Universitäten sind der richtige Ort, die für Therapeuten notwendigen wissenschaftlichen Kenntnisse und praktischen Fertigkeiten auf dem notwendig hohen Niveau zu vermitteln und kompetente Psychologische Psychotherapeuten auszubilden“.

 

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