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Das Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy (CBASP) – eine schulenübergreifende, störungsspezifische Psychotherapie für chronisch depressive Patienten

Chronisch bzw. persistierend depressive Patienten können für PsychotherapeutInnen oder ein stationäres Behandlungsteam aufgrund der Schwierigkeit mit ihnen in eine offene, vertrauensvolle, konstruktive Beziehung zu treten eine große Herausforderung darstellen. Diese Patienten erscheinen im therapeutischen Kontakt häufig besonders verschlossen, zurückhaltend, ängstlich, misstrauisch bis hin zu passiv-aggressiv bzw. feindselig. Durch die Kenntnis ihrer frühen traumatisierenden Beziehungserfahrungen sind diese Verhaltensweisen oft erklärbar, jedoch behindern sie den Aufbau der Beziehung, sowie des Therapiefortschritts und lösen in Psychotherapeuten nicht selten negative Emotionen aus.

Das Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy (CBASP) von James McCullough wurde spezifisch für diese Patientengruppe entwickelt. Ausgehend von der Psychopathologie dieser Patienten werden in CBASP schulenübergreifend behaviorale, kognitive, psychodynamisch/analytische und interpersonelle Strategien integriert. Als besonders innovativ und hilfreich wird die Beziehungsgestaltung durch umsichtige Selbstöffnung des Therapeuten betrachtet.

Im Workshop wird zunächst die spezifische Psychopathologie der chronischen Depression herausgearbeitet, die durch frühe traumatisierende Beziehungserfahrungen, eine Wahrnehmungsentkopplung von der Umwelt sowie interpersonelle Probleme gekennzeichnet ist. Im weiteren Verlauf wird praxisnah durch Videobeispiele und Demonstrationen unterstützt. In Übungen wird gezeigt, wie die spezifischen CBASP-Strategien (Liste prägender Bezugspersonen, Übertragungshypothese, Interpersonelle Diskriminationsübung, Kiesler Kreis, Situationsanalyse, Diszipliniertes Persönliches Einlassen) direkt an dieser Psychopathologie ansetzen. Abschließend wird kurz die aktuelle Studienlage zur Wirksamkeit als ambulante und stationäre Therapie vorgestellt, wobei Möglichkeiten, Grenzen und Weiterentwicklungen
diskutiert werden.

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Referentin: Prof. Dr. Eva-Lotta Brakemeier, Dipl.-Psych. (Referentenverzeichnis)

Datum: 17.05.2019

Ort: Berlin

Zeit: 10:30 bis 18:00 Uhr

Kosten: 160 Euro für Mitglieder der DPtV. 216 Euro für Nicht-Mitglieder. Für PiA und Neuapprobierte 50% Nachlass.

UE: 8

V.-Nr.: 19-33



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