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Prokrastination – Störungsbild, Diagnostik und Behandlung des pathologischen Aufschiebens

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Viele Menschen kennen es von sich selbst, dass sie unangenehme Tätigkeiten – wie etwa die Bearbeitung der Steuererklärung oder die Prüfungsvorbereitung – lieber aufschieben anstatt sie direkt zu erledigen. Bei einigen Personen nimmt das Aufschieben jedoch ein solches Ausmaß an, dass die Betroffenen sehr stark darunter leiden und ernsthafte negative Folgen damit einhergehen, wie zum Beispiel Verzögerungen in beziehungsweise Abbruch einer Ausbildung oder berufliches Scheitern. Unter Prokrastination versteht man die wissenschaftliche Bezeichnung für pathologisches Aufschiebeverhalten. Hierbei handelt es sich um eine schwerwiegende Störung in der Selbstregulation.


Im ersten Teil des Workshops wird es darum gehen, sich mit dem Phänomen genauer auseinander zu setzen und alltägliches Aufschieben von Prokrastination abzugrenzen. Dabei wird auf die Beschreibung von Symptomen, das Erscheinungsbild und die Auswirkungen des pathologischen Aufschiebens (Prokrastination) sowie dessen Prävalenz eingegangen. Es folgen die Vorstellung diagnostischer Kriterien, in Anlehnung an das DSM-5 eine klinische Einordnung sowie Erläuterungen zu Zusammenhängen mit relevanten psychischen Merkmalen.

Im zweiten Teil werden Störungsmodelle für die Bedingungsanalyse und Elemente des kognitiv-verhaltenstherapeutischen Münsteraner Interventionskonzepts dargestellt.

Die zentralen Elemente des Münsteraner Interventionskonzepts werden erläutert:

  • Selbstbeobachtung
  • pünktlich beginnen
  • realistisch planen
  • Arbeitszeitrestriktion
  • Bedingungsmanagement

Außerdem wird auf die wesentlichen Ansatzpunkte in der kognitiven Arbeit bei Prokrastination eingegangen. Abschließend werden die Wirksamkeit der Interventionen sowie die therapeutische
Haltung und schwierige Therapiesituationen thematisiert und diskutiert. Die Teilnehmer*innen werden dazu eingeladen, eigene Fallbeispiele einzubringen und selbst Erfahrungen im Umgang mit den Interventionen
zu sammeln.

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Referentin:     
Dipl.-Psych. Julia Elen Haferkamp (Referent*innenverzeichnis)

Datum:           
11.12.2021

Zeit:                
10:00 bis 16:30 Uhr

Kosten:          
140 Euro für Mitglieder der DPtV, 189 Euro für Nichtmitglieder
50 % Nachlass für PiA und Neuapprobierte

UE: 7

V.-Nr.: 21-87

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