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Was tun, wenn mein*e Patient*in trinkt? Behandlung von Substanzkonsumstörungen in der ambulanten Psychotherapie

Die Änderung der Psychotherapie-Richtlinie für die Behandlung von Substanzkonsumstörungen im Jahr 2011 stellte einen erheblichen Fortschritt dar. Bis 2011 stand der Behandlung von Substanzkonsumstörungen mit ambulanter Psychotherapie vor allem ein strukturelles Hindernis im Weg. Nach der Psychotherapie-Richtlinie in der Fassung von 2009 konnten Substanzkonsumstörungen in ambulanter Psychotherapie nur im Stadium der Abstinenz behandelt werden (Gemeinsamer Bundesausschuss, 2009). Erst 2011 wurde diese Einschränkung durch eine Änderung aufgehoben, sodass die ambulante Behandlung abhängiger Patient*innen zulässig ist, wenn diese bis zur zehnten Behandlungssitzung, nachgewiesen mittels Laborparameter, die Abstinenz erreicht haben. Zudem darf bei der Diagnose „schädlicher Gebrauch“ ohne diese Beschränkung behandelt werden (Behrendt et al., 2014). Damit wurden insgesamt die Voraussetzungen für eine zeitgemäße Behandlung der Substanzkonsumstörungen mit ihrem hohen Ausmaß an komorbiden psychischen Störungen geschaffen.

Was muss ich als ambulant tätige*r Psychotherapeut*in beachten? Funktioniert das überhaupt, ambulant zu entziehen? Was mache ich bei Rückfällen? Was mache ich, wenn sich im Verlauf der Behandlung bei Patient*innen eine Substanzkonsumstörung entwickelt?

Am Beispiel von Alkoholkonsum bietet der Workshop einen Überblick zur Praxistauglichkeit der Änderungen der Psychotherapie-Richtlinien bei Substanzkonsumstörungen. Anhand von praxisnahen Beispielen soll verdeutlicht werden, in welchen Fällen ambulante Psychotherapie bei Alkoholkonsum möglich ist, wie diese in der Versorgung von Patient*innen mit Substanzkonsumstörungen eine sinnvolle, größere Rolle spielen kann und welchen Herausforderungen man sich als ambulant tätige*r Psychotherapeut*in stellt. Zudem werden spezifische Therapiebausteine (motivierende Gesprächsführung, Vorbereitung des Konsumstopps, Selbstkontrolltechniken, Rückfallprophylaxe, Umgang mit Verlangen etc.) kurz im Überblick dargestellt.

Das Ziel des Workshops ist es, die Teilnehmer*innen mittels Informationsentwicklung und Erfahrungsaustausch für die ambulante Therapie mit Patient*innen mit Substanzstörungen zu sensibilisieren.

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Referentin:         Dipl.-Psych. Anja Pixa (Referentenverzeichnis)

Datum:               25.01.2020

Ort:                     Köln

Zeit:                    10:30 bis 18:00 Uhr

Kosten:              160 Euro für Mitglieder der DPtV, 216 Euro für Nichtmitglieder
                           Für PiA und Neuapprobierte 50% Nachlass

UE:                     8

V.-Nr.:                19-110



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