Keine generelle Maskenpflicht während einer Psychotherapiesitzung

Liebe Kolleginnen und Kollegen, Ihre fachlichen Bedenken bezüglich eines generellen Maskengebots während einer Therapiesitzung ist angekommen. Über unsere Vertreter*innen in der Kammer und über die Psychotherapeutenvertreter*innen in der Kassenärztlichen Vereinigung wurde für Klarstellung bezüglich der Besonderheiten der Psychotherapie gesorgt. Insbesondere hat sich hier der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung für uns eingesetzt. Es konnte eine Klarstellung im Einvernehmen mit dem Landesgesundheitsamt und dem Sozialministerium herbeigeführt werden. Dies sollten Sie heute auch in einem Schreiben des KV-Vorstandes per Fax erfahren haben. Wir danken an dieser Stelle allen Kolleg*innen die ebenfalls in ihren berufspolitischen Funktionen dazu beigetragen haben. Es gelten natürlich nach wie vor die allgemeinen Hygienevorschriften und der Mindestabstand von mindestens 1,50 m. Genauso bleibt die Maskenpflicht für den öffentlichen Raum bestehen. Ein Hygienekonzept für den Eingangs- und Wartebereich ist zu empfehlen, insbesondere wenn mehrere Therapeut*innen oder Mitarbeiter*innen in einer Praxis arbeiten und es dadurch sich mehrere Patienten*innen gleichzeitig aufhalten.

Im Therapieraum kann in der Regel der Mindestabstand eingehalten und für ausreichend Belüftung gesorgt werden. So bleibt es also wie bisher im Ermessen der Therapeut*innen und der Patient*innen, ob darüberhinausgehende Schutzmaßnahmen notwendigerweise zu treffen sind.  Auch Psychotherapeut*innen oder Patient*innen können zur Risikogruppe gehören und mussten schon die ganze Zeit für mehr Schutzmaßnahmen sorgen.

Die jetzt vorgenommene Klarstellung ist die beste Ausgangslage, um weiterhin eine verantwortungsbewußte Entscheidung, unter Abwägung sowohl fachlich-psychotherapeutischer als auch gesundheitsschutz Aspekte vorzunehmen.

Die Landespsychotherapeutenkammer weist aber darauf hin, dass es von Seiten des Ministeriums noch keine schriftliche Klarstellung dazu gibt. Diese wurde heute erneut von der Kammer gefordert.  So ist es sicher gut, wenn man wie in der vorherigen Infomail empfohlen, die Entscheidung bis zu einer schriftlichen Klarstellung dokumentiert.



Ihre DPtV-Landesgruppe Baden-Württemberg