DPtV-Symposium ONLINE am 16. Juni 2021
Psychotherapie und Sexualität: ein Update

Die sexuelle Entwicklung und die Entwicklung der Geschlechtsidentität sind zentrale Aspekte des menschlichen Lebens und damit immer auch wieder Thema in der Psychotherapie.

In den letzten fünfzig Jahren ist ein gesellschaftlicher Wertewandel mit einhergehender Entkriminalisierung und Entpathologisierung von Varianten des Sexuellen vorangeschritten. Beispielsweise wurde die männliche Homosexualität (§ 175) 1969 aus dem Strafgesetzbuch gestrichen, die Herausnahme aus der ICD durch die Weltgesundheitsorganisation erfolgte aber erst 1990.

Dieser Wertewandel im Bereich der Sexualität beinhaltet auch eine Neubestimmung der Grenzen der Behandlungsbedürftigkeit und des Behandlungsbedarfs dieser Themen in der Psychotherapie.

Wir wollen auf unserem Symposium zwei ganz unterschiedliche Aspekte des Themas Sexualität in der Psychotherapie betrachten.

  1. Die Frage der Geschlechtsidentität kann in der psychotherapeutischen Praxis bei Menschen, die sich im falschen Körper fühlen, auftauchen. Wie können wir mit damit auftauchenden Themen und Fragestellungen umgehen?
  2. Wenn virtuelle Leidenschaft Leiden schafft: Pornokonsum im Internet kann pathologische Ausmaße annehmen. Wie kann dieses Problem aus psychotherapeutischer Sicht angegangen werden?

Unser diesjähriges Symposium findet am Mittwoch, den 16. Juni 2021 in der Zeit von 15.00 bis 19.30 Uhr online statt.

Für die Teilnahme an dieser Veranstaltung erhalten Sie 6 Fortbildungspunkte.

Hier können Sie das Programm sowie den Flyer herunterladen.

Verleihung DPtV-Master-Forschungspreis

Die Fachgruppe Wissenschaft und Forschung der Deutschen Psychotherapeuten Vereinigung (DPtV) vergibt in diesem Jahr erstmals den DPtV-Master-Forschungspreis für eine herausragende Masterarbeit aus dem Themenkreis der psychotherapeutischen Versorgung.

Zu den Zielen der Fachgruppe gehört u.a. die Förderung des Dialogs zwischen Wissenschaft und Praxis im Bereich der Psychotherapie. Von besonderer Bedeutung ist hierbei Psychotherapieforschung und psychotherapeutische Versorgungsforschung.

Der Preisträger wurde aus den 23 eingesendeten Masterarbeiten in einem Auswahlverfahren durch das Referat Versorgungsforschung der DPtV unter Einbindung einer Expertenjury des Wissenschaftlichen Beirates der Fachgruppe bestimmt.

Anmeldung

Für die Teilnahme an dieser kostenfreien Veranstaltung können Sie sich hier registrieren.

Alle mit * gekennzeichneten Felder in der Anmeldemaske sind auszufüllen.

Direkt im Anschluss an Ihre Anmeldung erhalten Sie eine Bestätigungsmail mit Ihrem Zugangslink für die Einwahl am Veranstaltungstag. Eine Woche sowie eine Stunde vor der Veranstaltung erhalten Sie erneut eine Erinnerungsmail mit dem Zugangslink.

Sollten Sie Fortbildungspunkte benötigen, füllen Sie bitte unbedingt die Felder Berufsbezeichnung, Kammer und EFN-Fortbildungsnummer aus. Die EFN ist die einheitliche Fortbildungsnummer und sollte Ihnen von Ihrer Kammer bekannt gegeben worden sein, diese finden Sie auch unter Ihrem Barcode. Sollten Sie keine EFN besitzen, geben Sie bitte Ihre Kammerzugehörigkeit und Berufsbezeichnung (nicht Ihren Studienabschluss o.ä.) an. In der Regel bekommen Sie die Fortbildungspunkte von jeder Psychotherapeutenkammer anerkannt, sobald Sie die Teilnahmebescheinigung vorlegen.

Die Teilnahmebescheinigung erhalten Sie in der Woche nach der Veranstaltung als PDF.

Ablauf

Die Einwahl kann über Ihren PC/Laptop im Webbrowser (z. B. Firefox, Chrome, Edge, Safari etc.) oder über Ihr Smartphone/Tablet in der App (Zoom) erfolgen.

Ab 14:30 Uhr können Sie sich bereits einwählen, um ggfs. auftretende technische Probleme vorab beheben zu können.

Um 14:45 Uhr beginnt die Veranstaltung mit der Verleihung des DPtV-Master-Forschungspreises 2021.

Das Symposium beginnt um 15:00 Uhr.

Sie können den Vorträgen unserer Referent*innen und unserer Podiumsdiskussion live folgen. Über das Symbol F&A, das Ihnen während der laufenden Veranstaltung angezeigt wird, können Sie sich schriftlich mit Ihren Fragen in die Diskussion einbringen. Bitte formulieren Sie diese möglichst kurz und prägnant.

Unsere Moderator*innen werden Ihre Fragen sammeln und an die Referent*innen bzw. Podiumsgäste richten. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl werden wir nicht alle Fragen beantworten können, wir bitten hierfür um Ihr Verständnis.

Alle organisatorischen Fragen (z. B. Anmeldung, Fortbildungspunkte, technische Probleme etc.) richten Sie bitte ausschließlich an webmeeting@dptv.de.

Programm

ab 14.30 Uhr Einwählzeit

14.45–15.00 Uhr Verleihung DPtV-Master-Forschungspreis 2021

Dipl.-Psych. Barbara Lubisch, stellv. Bundesvorsitzende der DPtV

15.00−18.00 Uhr Vorträge und Diskussion

Begrüßung und Einführung in das Thema
Dipl.-Psych. Gebhard Hentschel, Bundesvorsitzender der DPtV

Sexualität heute – alles easy? 
Prof. Dr. Rudolf Stark, Professur für Psychotherapie und Systemneurowissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Gießen

„Weiblich, männlich, divers“ – Intersex und Varianten der Geschlechtsentwicklung in der Psychotherapie
Prof. Dr. Katinka Schweizer, Sexualwissenschaftlerin Psychologische Psychotherapeutin, Professur für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Medical School Hamburg

Online-Pornografie – wenn virtuelle Leidenschaft Leiden schafft
Dipl.-Psych. Tabea Freitag, Psychologische Psychotherapeutin in eigener Praxis, Gründung und Co-Leitung return – Fachstelle Mediensucht, Hannover

Moderation: Dr. Anke Pielsticker, stellv. Bundesvorsitzende der DPtV

 

18.00−19.30 Uhr Podiumsdiskussion

Safer Internet – im Spannungsfeld von persönlicher Freiheit und gesetzlicher Regulierung

Dr. Wieland Schinnenburg (MdB)
Sprecher für Drogen- und Suchtpolitik, Verantwortlicher für Psychotherapie der FDP-Bundestagsfraktion

Eckhard Schroll
Leiter der Abteilung Sexualaufklärung, Verhütung, Familienplanung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Prof. Dr. Rudolf Stark
Professur für Psychotherapie und Systemneurowissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Gießen

Dipl.-Psych. Tabea Freitag
Psychologische Psychotherapeutin in eigener Praxis, Gründung und Co-Leitung return – Fachstelle Mediensucht, Hannover

Dipl.-Psych. Gebhard Hentschel
Bundesvorsitzender der DPtV

Moderation: Sabine Rieser, Fachjournalistin für Gesundheits- und Sozialpolitik