DPtV: Unterstützung Petition zu „Rasterpsychotherapie“ und Musterschreiben

Die DPtV empfiehlt die Unterzeichnung der Petition „Keine #Rasterpsychotherapie, Herr Spahn!“ auf der Plattform change.org. Darin fordert Initiator Uwe Hauck, Mitglied der Deutschen Depressionsliga (DDL), die Streichung des Änderungsantrags zum Gesundheitsversorgungs-Weiterentwicklungsgesetz (GVWG).

„Der Gesundheitsausschuss des Bundestags wird voraussichtlich am 9. Juni 2021 über das GVWG beraten. Wir sollten auf den letzten Metern noch einmal alle gesammelten Kräfte mobilisieren, um eine Rationierung von Psychotherapie zu verhindern“, fordert DPtV-Bundesvorsitzender Gebhard Hentschel. „Die Petition hat bereits 80.000 Unterstützer – das zeigt, dass die Psychotherapie den Menschen wichtig ist!“

„Gerade jetzt in der Corona-Pandemie steigt die Zahl der Menschen, die unter einer psychischen Belastung leiden“ warnte Uwe Hauck von der DDL. „Das lässt der Minister hier offensichtlich vollkommen außer Acht. Daher besteht aus unserer Sicht dringender Handlungsbedarf. Herr Spahn, suchen Sie das Gespräch mit Expert*innen und Betroffenen!“

„Eine Rationierung der ambulanten Richtlinienpsychotherapie darf es nicht geben“, betont DPtV-Bundesvorsitzender Gebhard Hentschel. „Eine Behandlung ,nach Tabelle‘, die Patient*innen je nach Diagnose eine bestimmte Anzahl an Therapiestunden zuweist, müssen wir verhindern. Schon heute findet nach sorgfältiger Indikationsstellung ein bedarfsgerechter und am Schweregrad der Erkrankung orientierter Einsatz ambulanter Psychotherapie statt.“

Die DPtV hat außerdem ein Musterschreiben vorbereitet, die Mitglieder per Post/Fax/Mail an ihre Bundestagsabgeordneten schicken können. Der Bundestag hat eine Suchmaschine, über die man schnell die/den Abgeordnete*n finden kann: www.bundestag.de/abgeordnete

Das Thema wird voraussichtlich auf der nächsten Sitzung des Gesundheitsausschusses des Bundestags am 9. Juni 2021 diskutiert.