Psychotherapie in Zeiten gesellschaftlichen Wandels

DPtV präsentiert 4. Podcast-Staffel der Reihe „Leben heißt Veränderung“

Berlin, 9. Juli 2021 – „Die Gesellschaft verändert sich immer – aber im Moment ist der Wandel besonders spürbar. Corona, der Klimawandel, oder Genderfragen beeinflussen auch die Psychotherapeut*innen“, sagt Gebhard Hentschel, Bundesvorsitzender der Deutschen PsychotherapeutenVereinigung (DPtV). Staffel vier der DPtV-Podcast-Reihe „Leben heißt Veränderung“ sucht nach Anregungen, wie man mit diesen Themen professionell umgehen kann. Mit der „Psychotherapie in Zeiten gesellschaftlichen Wandels“ befassen sich sechs neue Folgen, die kostenlos zur Verfügung stehen.

Klimawandel betrifft alle

Sollten Psychotherapeut*innen ihre professionellen Kenntnisse einsetzen, um einen Beitrag gegen die Klimaerwärmung zu leisten? „Ja, jede Therapieschule und jeder Teilbereich der Psychologie hat etwas beizutragen“, sagt Psychotherapeutin und DPtV-Mitglied Lea Dohm. Sie hat zusammen mit Mareike Schulze die deutschen „Psychologists/Psychotherapist 4 Future“ gegründet. Im DPtV-Podcast erklärt sie, wie sie sich engagiert, was jede*r im Berufsstand tun kann und wie Patient*innen auf ihr Engagement reagieren.

Rassismus wirkt nach

„Die NS-Zeit beeinträchtigt die Psyche bis heute. Nach 1945 wurde viel verschwiegen und massenhaft gelogen. Das wirkt sich über Generationen bis heute aus“, erklärt Jürgen Müller-Hohagen, der sich mit den transgenerationalen Spätfolgen des Nationalsozialismus befasst. Wenn der Psychotherapeut in therapeutischen Sitzungen Gefühlsarmut oder Menschenfeindlichkeit begegnet, wird er hellhörig. Der Gründer des Dachau-Instituts erzählt im Podcast von den Beobachtungen bei seinen Patient*innen und dem professionellen Umgang mit Rassismus und seinen Folgen.

Gefühl der Andersartigkeit

In Großbritannien war es schon 2016 üblich, Identität selbst zu definieren und die gewünschte Anredeform bekanntzugeben. Ein „Aha-Moment“ für den ehemals an der Universität Liverpool arbeitenden Diplom-Psychologen Florian Kaiser (DPtV-Sprecherteam der Jungen Psychotherapeut*innen): „Menschen, die heteronormativen Standards nicht entsprechen, sind ständig mit einem Gefühl der Andersartigkeit konfrontiert – und das macht was mit einem Menschen.“ Als Psychotherapeut in Ausbildung setzt er sich in der DPtV für Gendergerechtigkeit ein. Im Podcast erklärt er, warum – und worauf wir achten können.

Diese und weitere Themen der 4. Staffel finden Sie alle drei Wochen hier: www.dptv.de/podcast – sowie bei Apple, Spotify und Podigee

Pressemitteilung (PDF)