DPtV Podcast Leben heißt Veränderung ist der Podcast für approbierte Psychotherapeut*innen, solche die es werden wollen und alle, die Interessantes zum Beruf Psychotherapeut*in wissen möchten.

Ab sofort ist unser Podcast auch hier erreichbar. Viel Spaß beim Zuhören!

Staffel 4: Psychotherapie in Zeiten gesellschaftlichen Wandels

Dass sich die Gesellschaft verändert, ist zu manchen Zeiten deutlicher spürbar als zu anderen. Aktuell ist der Wandel deutlich wahrnehmbar. Und er beeinflusst die psychotherapeutische Behandlung. Psychotherapeut*innen hören von Klimaängsten und Corona-Spätfolgen. Sie müssen mit Genderfragen umgehen und sich zu rassistischen Aussagen verhalten. Die 4. Staffel des DPtV-Podcasts sucht nach Anregungen für den professionellen Umgang mit den Themen, die uns als Gesellschaft beschäftigen.

Wenn Jürgen Müller-Hohagen in therapeutischen Sitzungen Gefühlsarmut oder Menschenfeindlichkeit begegnet, wird er hellhörig. Der Gründer des Dachau Instituts befasst sich mit den transgenerationalen Spätfolgen des Nationalsozialismus. Hier erzählt der Psychologische Psychotherapeut von den Beobachtungen bei seinen Patient*innen und dem professionellen Umgang mit Rassismus und seinen Folgen.

Verhaltenstherapeut Özgür Cengiz unterrichtet das Fach Interkulturelle Psychotherapie. Seine Studierenden haben oft schon Bilder davon im Kopf, was dabei schief gehen könnte. Nicht unbedingt die richtigen. In dieser Folge beschreibt der türkischstämmige Berliner, welche Faktoren tatsächlich Einfluss auf Diagnose und Therapieverläufe haben. Und was es braucht, um einige der möglichen Hürden zu nehmen.

Sollten Psychotherapeut*innen ihre professionellen Kenntnisse einsetzen, um einen Beitrag gegen die Klimaerwärmung zu leisten? Psychotherapeutin Lea Dohm findet: ja. Sie hat zusammen mit Mareike Schulze die deutschen Psychologists / Psychotherapist 4 Future gegründet. In dieser Folge erklärt sie, wie sie sich engagiert, was jede*r im Berufsstand tun kann und wie ihre Patient*innen auf ihr Klimaengagement reagieren.

In Großbritannien war es schon 2016 üblich, Identität selbst zu definieren und die gewünschte Anredeform bekanntzugeben. Ein Aha-Moment für den an der Universität Liverpool arbeitenden Diplom-Psychologen Florian Kaiser. Als Psychotherapeut in Ausbildung setzt er sich in der DPtV für Gendergerechtigkeit ein. Hier erklärt er warum – und worauf wir achten können.

Der demografische Wandel beeinflusst auch die Therapienachfrage. Immer mehr Menschen in späteren Lebensphasen stellen sich vor. Die Gerontopsychologin Eva-Marie Kessler forscht unter anderem zu Altersbildern von Psychotherapeut*innen und zu ihren Effekten. Davon erzählt sie in dieser Folge. Außerdem von den therapeutischen Anliegen Hochaltriger und ihren Anforderungen an die Behandelnden.

Die Angst vor Krankheit und Ansteckung belastet auch die ganz jungen Patient*innen. Und das sind nur zwei von vielen Problemen, mit denen Kinder und Jugendliche fertig werden müssen. Verhaltenstherapeutin Eva Frank arbeitet mit ihnen, online und in Präsenz. In dieser Folge erzählt sie, wie Corona ihre Arbeit, die Therapiemethoden und die Jugend einer Generation verändert.

Staffel 3: Die psychotherapeutische Praxis geht online – aktuelle Erfahrungen und Einschätzungen

Wir erleben gerade eine rasante Entwicklung, in der die Digitalisierung auch unsere Praxis verändert. Vor allem mit der Videobehandlung machen viele von uns aktuell Erfahrungen, aus denen sich interessante Schlüsse ziehen lassen. In dieser Staffel soll es sowohl um die Möglichkeiten als auch um die Schwierigkeiten gehen, denen wir im digitalen Therapieraum begegnen. Und um die Kreativität von Kolleginnen und Kollegen, die etwas Neues ausprobieren und versuchen, auch online das Beste für ihre Arbeit herauszuholen.

In ihren Web-Seminaren und Supervisionen hilft Else Döring über manche digitale Hürde hinweg. Die Vizepräsidentin der Psychotherapeutenkammer Hessen erfährt dabei, wie sich das Verhältnis von Psychotherapeut*innen zu Videobehandlungen verändert hat.

Für ihren Podcast hat Sabine Maur mit vielen Wissenschaftler*innen über digitale Interventionen in der Psychotherapie gesprochen. Hier fasst die Landesvorsitzende der DPtV Rheinland-Pfalz einige ihrer Erkenntnisse zusammen und erklärt, was sie an einzelnen Apps interessant findet.

In der Bildschirmbegegnung muss Bettina Jehn neue Wege gehen, um den Kontakt und die therapeutische Beziehung zu gestalten. Die Tiefenpsychologin und Psychoonkologin nutzt sogar technische Probleme, um Patient*innen das Bearbeiten ihrer Themen zu erleichtern.

Die Praxis der Kinder- und Jugendpsychotherapeutin Christine Breit hat sich in den vergangenen Monaten sehr verändert. Seit sie Videositzungen anbietet, hat die Verhaltenstherapeutin viele Erfahrungen damit gesammelt, was am Bildschirm und im Chat funktioniert.

In dieser Folge betrachtet Sascha Belkadi die Eigenheiten des virtuellen Therapieraums bei psychotherapeutischen Videositzungen, den die Patient*innen auf ihrer Seite maßgeblich mitbestimmen. Der Verhaltenstherapeut arbeitet mit ihnen an einer möglichst sicheren Umgebung für den Therapieprozess.

Wenn Fehler in digitalen Systemen gesucht und gefunden werden sollen, wird Martin Tschirsich engagiert. Der Analyst für Informationssicherheit erklärt in diesem Interview, wie Angreifer*innen vorgehen und wie Psychotherapeut*innen Chancen und Risiken von Webanwendungen einschätzen können.

Staffel 2: Angestellt in einem spannenden Berufsfeld

Die Psychotherapie überrascht mit ihrer Fülle an beruflichen Möglichkeiten. Wer Anregungen für die eigene Spezialisierung sucht oder einfach Lust hat, etwas über spannende Berufsfelder zu hören, ist in dieser Staffel unseres DPtV-Podcasts genau richtig. Es gibt Einblicke, beispielsweise in die Psychoonkologie oder die Suchttherapie. Außerdem geht es um verschiedene Formen des Angestelltseins. Das Ausbildungsreformgesetz ist auf dem Weg. Wenn es verabschiedet ist, wird es nach dem Studium der Psychotherapie zur Selbstverständlichkeit, in der Weiterbildung angestellt zu sein. Und auch bei der Anstellung gilt: Jede ist anders.

„Psychotherapie braucht gute Forschung“, sagt Thomas Fydrich, Leiter des Zentrums für Psychotherapie an der Berliner Humboldt Universität. Wer in die Wissenschaft gehen möchte, erfährt von ihm, wie und unter welchen Bedingungen das klappen kann.

Die Abwechslung ist es, die Claudia Hennigs an der Verhaltenstherapie begeistert. Die Psychotherapeutin arbeitet mit ihren Patienten besonders gerne an Ängsten und Zwängen, vor allem auch außerhalb der Praxis. Außerdem erzählt die 33-Jährige davon, wie es ist, wenn die einzige Kollegin in der Praxis gleichzeitig die Chefin ist.

Die Diagnose „Krebs“ überfordert die meisten. Psychoonkologin Sandra Schnülle steht den Betroffenen von Anfang an zur Seite. Hier berichtet sie, warum sie gerade dieses Berufsfeld gewählt hat und wie sie sie als Psychotherapeutin eine Leitungsposition erreicht hat.

An der Reform der Psychotherapeutenausbildung hat Jürgen Tripp mitgearbeitet, gemeinsam mit vielen anderen. Die Anstellung nach der Approbation soll zur Selbstverständlichkeit werden. Jürgen Tripp erzählt, worauf man achten sollte und was ihm im Berufsfeld Suchttherapie gefällt.

Um die seelische Gesundheit von Geflüchteten kümmert sich Ricarda Müller in der psychosozialen Beratungsstelle SEGEMI in Hamburg. Die Psychotherapeutin erzählt von ihrer Arbeit mit Geflüchteten, deren Worte von Sprachmittler*innen übersetzt werden, und vom Angestelltsein in einer spendenfinanzierten Beratungsstelle.

Die Diagnose "Gaming Disorder" ist neu in den ICD-11 aufgenommen worden. Christina Jochim stellt sie in letzter Zeit häufiger. Die Psychotherapeutin erzählt, wie sie diese Störung entdeckt. Außerdem berichtet sie von ihren Gestaltungsspielräumen als Angestellte und den Vorteilen multiprofessioneller Teams.

Staffel 1: Die Hürden auf dem Weg ins Berufsfeld Psychotherapie

Eine sehr lange Strecke, viele Hürden. So fühlt sich die Psychotherapie-Ausbildung manchmal an. Um Ihnen bei diesem Hürdenlauf ein wenig Rückenwind zu geben, startet der neue Podcast der Deutschen PsychotherapeutenVereinigung mit fünf Folgen speziell für PiAs: Studierende und Berufsanfänger*innen erzählen, wie es geschafft haben, ihre Zukunft zu sichern. Klar, sie waren diszipliniert… aber auch pfiffig, mutig und zuversichtlich. Hören Sie doch mal rein und lassen Sie sich inspirieren!

Nach der Ausbildung haben die meisten angehenden Psychotherapeut*innen erstmal eins: einen Berg Schulden. Oft 10.000 Euro und mehr. Sascha Belkadi erzählt, wie er mit dem „Dauerminus“ umgegangen ist und wie er es dennoch schaffte, den Kopf oben zu behalten.

Kassensitz oder zunächst eine Privatpraxis? Stephanie Hild-Steimecke hatte beides. In Schwaben, abseits der Metropolen. Die Psychologische Psychotherapeutin (TP) kennt unterschiedliche Facetten ihres Berufes. Außerdem erzählt sie, was die Arbeit auf dem Land besonders macht.

Die Bedarfsplanung erschwert in vielen Städten eine Niederlassung. Manush Bloutian ließ sich davon nicht entmutigen und schaffte es, eindrücklich den Sonderbedarf für eine Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin darzulegen, den es braucht, um ggf. auch eine Zulassung zu bekommen. Wie, das verrät sie in dieser Folge.

Es sind die vielleicht aufregendsten Stunden der gesamten PiA-Zeit. In der Prüfung kommt es drauf an, ob man das gesammelte Wissen abrufen kann. Steffen Landgraf berichtet von seiner Vorbereitungsphase und seinem Prüfungserlebnis.

Es gibt weniger Masterstudienplätze als Bachelorabsolvent*innen in Psychologie. Auch Anne-Christin Dazer war das klar. Die Berlinerin erzählt von ihren Bewerbungen und ihrem Plan, den sie sich zurechtgelegt hat und von dem sie hoffte, dass er aufgeht...

Der DPtV-Podcast „Leben heißt Veränderung“ wird realisiert von Christiane Zwick • Storys und Impulse.