DPtV begrüßt Arbeitsentwurf zur Novellierung des Psychotherapeuten-Gesetzes

26.07.17

Ausbildungsreform - Pressemitteilung 12/2017

Berlin, 26.07.2017. „Wir begrüßen, dass das Bundesgesundheitsministerium (BMG) im jetzt vorgelegten Arbeitsentwurf zur Ausbildungsreform viele Vorschläge des Berufsstandes aufgegriffen hat“, sagte Dipl.-Psych. Barbara Lubisch, Bundesvorsitzende der Deutschen PsychotherapeutenVereinigung (DPtV), heute in Berlin. „Die neue Struktur eines zur Approbation führenden Studiums und einer anschließenden Weiterbildung bietet eine gute Grundlage für eine differenzierte sowohl wissenschaftlich als auch praktisch ausgerichtete Qualifizierung zukünftiger Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten.“

Das BMG hatte bereits im Oktober 2016 Eckpunkte zur Ausbildungsreform vorgelegt, an dem sich der jetzige, lang erwartete, Arbeitsentwurf zu den berufsrechtlichen Regelungen des reformierten Psychotherapeuten-Gesetzes (PsychThG) orientiert.

„Wir erwarten, dass die weitere Arbeit am Gesetz zügig vorangeht“, unterstrich Lubisch. Erforderlich seien noch die sozialrechtlichen Regelungen zur Absicherung der notwendigen zweiten Qualifizierungsphase, der Weiterbildung. Die psychotherapeutische Weiterbildung sei verpflichtend im stationären und ambulanten Bereich vorzusehen. Diese Anforderung hatte bereits der 25. Deutsche Psychotherapeutentag im November 2014 beschlossen, da der Berufsstand schon lange den Reformbedarf erkannt und an der Versorgung orientierte Reformvorschläge vorgelegt hat. „Die gestiegenen fachlichen Anforderungen, die unklaren Zugangsregelungen sowie die rechtlich und finanziell unhaltbare Situation der jetzigen Psychotherapeuten in Ausbildung (PiA) machen eine Reform dringend“, erklärte Lubisch. „Wir fordern die Politiker auf, die parlamentarische Beratung dieses Gesetzes nach der Bundestagswahl umgehend aufzunehmen“.


Pressemitteilung (Pdf)

Arbeitsentwurf (Pdf)

 

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